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The 7th Saga

Genre: Rollenspiel
Entwickler: Gameplan/Enix
Erschienen: 1993
System: Super Nintendo


The 7th Saga ist eines der bekannten Rollenspiele von Enix, welche damals nur einen geringeren Erfolg erzielen konnten. Um zu Beginn erstmal klar zu stellen. The 7 Saga ist kein schlechtes Rollenspiel, sondern gelegentlich nicht das Projekt, was man sich von Enix Entwickler Team normalerweise vorstellt. Die Geschichte ist eigentlich interessant ausgefallen und kann an manchen Stellen überzeugen. Vor vielen Jahren wurde ein merkwürdiges Buch entdeckt, welches einen Krieg zwischen zwei magischen Wesen namens Gorsia und Saro beschrieb. Diese Wesen hatten dank der grenzenlosen Macht, welche aus magischen Runen kam, genug Kräfte um die ganze Welt zu zerstören. Der Krieg endete jedoch ohne Sieger und hinterließ nur Zerstörung und Verwüstung. Viele Jahrtausende später, wurde der Krieg zu einer Legende und galt für die Menschheit nur als eine frei erfundene Geschichte. Doch der König Lemere ist fest von überzeugt, dass die Legende mehr als nur eine Erfindung sei. Er ist der Meinung, dass die magischen Runen, der beiden Wesen weiterhin existieren. So versammelt der König sieben mutige Krieger zu sich und schickt sie in die weite Welt, damit sie nach den sieben geheimnisvollen Runen suchen sollen, die dem Besitzer grenzenlose Macht über das Land Ticondera geben….


The 7th Saga erschien erstmal im April 1993 unter dem Namen „Elnard“ in Japan und wurde von dem Entwickler Team Gameplan, in Zusammenarbeit mit Enix entwickelt. Gameplan war unter anderem für einige Arcade Spiele wie zum Beispiel Intruder oder Shark Attack bekannt. Im September 1993 erschien das Spiel auch in Amerika, erzielte allerdings nur einen geringeren Erfolg. Betrachtet man einige Aspekte des Spiels, könnte man dem schlechten Erfolg tatsächlich glauben. Enix hat mit The 7th Saga ein eher durchschnittliches Rollenspiel mit mittelmäßiger Technik auf den Markt gebracht. Wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt Seiken Densetsu 2 von Square erschienen ist, fällt The 7th Saga, im Vergleich zu diesen wirklich großen Meisterwerk, in die unterste Kategorie. Ein Jahr später versuchte Enix mit dem Action-Rollenspiel Brain Lord, welches vom Grafikengine stark an The 7th Saga erinnerte, erzielte jedoch auch nur einen mittelmäßigen Erfolg. Das sollte euch allerdings nicht komplett von The 7th Saga abschrecken, denn das Spiel bietet auch seine Stärken.

Kommen wir nun zu der Story. Die Geschichte macht zu Beginn einen eher langweiligen Endruck, kann jedoch durch die fantasiefrohe Erzähldichte überzeugen. Nachdem vor vielen Jahren das alte Buch der Legende gefunden wurde und nach etlichen Jahren kein Mensch mehr an die Legende glauben wollte, versammelt der König Lemere sieben mutige Krieger zu sich, welche sich auf die Suche nach den sieben Runen machen, die dem Besitzer eine grenzenlose Macht verleihen können. Ich finde die Geschichte ist von der Atmosphäre wirklich gelungen, auch wenn der Inhalt nicht gerade komplex ausgefallen ist. Der Spieler macht sich auf die Suche nach den legendären Edelsteinen, bemerkt allerdings, dass die sechs weiteren Krieger zu Rivalen werden. Ebenfalls interessant ist dabei die Tatsache, dass der Spieler die Gelegenheit bekommt, entweder sich mit einen der weiteren sechs Krieger zu verbünden oder gegen einen dieser sechs Krieger zu kämpfen. Ich finde den Ablauf der Geschichte relativ interessant, da man im Spiel immer wieder auf seine Rivalen trifft und von denen sogar nützliche Informationen erhält. Dadurch gewinnen die Krieger an Bedeutung und spielen systematisch eine wichtige Rolle im Spiel. Interessant dabei ist auch, dass man sogar manchmal gezwungen ist, sich mit einen der Rivalen zu verbünden oder gegen einen der Abenteurer zu kämpfen. Ansonsten ist die Geschichte wenig umfangreich und sehr linear ausgefallen. Solche erzählerischen Mittel wie Rückblendungen oder dramatische Storywendungen werdet ihr nicht finden. Dafür sind wenigstens die Dialoge sehr übersichtlich beschrieben, was allerdings nur ein kleiner Trost sein dürfte. Betrachtet man die grafische Umgebung, ist sie wirklich nur durchschnittlich ausgefallen. Die eher wenig detaliert 2D Bitmap Grafik, ist zwar farbfroh gestaltet, allerdings sehen die Umgebungen und die Dungeons sehr langweilig aus. Vor allem bekommt ihr oft den Eindruck, als würden die Dungeons gleich aussehen. Dasselbe gilt auch für die Städte und die total öde Weltkarte. Auch im Kampfsystem werden keine hübschen Grafiken geboten. Kämpft man zum Beispiel in Dungeons, bieten die Kampfszenen tatsächlich nur schwarze Hintergründe. Als ob die Programmierer vergessen hätten, die Hintergründe grafisch zu verfeinern. Ich persönlich lege zwar keinen großen Wert auf die Grafik, finde jedoch schon, dass sich das Team wenigstens in der Grafikgestaltung hätte bemühen sollen.


Der Soundtrack ist dagegen gut ausgefallen. Die Musikuntermalung kann durchaus überzeugen, auch wenn an Soundeffekten ordentlich gespart wurde. Viele Lieder passen gut zum Spielgeschehen und machen das Spiel unterhaltsamer. Der Soundtrack besteht hauptsächlich aus mittelalterlichen Melodien und beteiligt sich auch zu einer klassischen Atmosphäre. Man bemerke zum Beispiel das sentimentale Intro Lied. (Einfach schön *g*) Wie gesagt, an den Soundeffekten hätte man sich allerdings mehr bemühen sollen. Die Steuerung ist ebenfalls ordentlich ausgefallen. Betätigt ihr zum Beispiel den A-Knopf, wird euch ein eher bescheidenes Menü eingeblendet, welcher die üblichen Optionen wie „Talk“, „Magic“, „Item“ oder „Status“ zur Verfügung stellt. Aber auch in den Kämpfen hat der Spieler eine schnelle Kontrolle über die Kampfoptionen. Was mich nur ein wenig gestört hat, war die Tatsache, dass man im Spiel gelegentlich nur zwei oder eventuell drei Knöpfe braucht. Der A-Knopf dient als Angriffsknopf als auch dazu, um das Hauptmenü aufzurufen. Mit dem B-Knopf kann man dafür seine Aktionen rückgängig machen. Komischer Weise lassen sich die beiden Knöpfe auch mit dem L-Knopf und mit dem Select-Knopf ersetzen. Alle anderen Köpfe sind dagegen nutzlos. Ich sehe es persönlich zwar nicht als ein großer Kritikpunkt, jedoch hätte man die Knöpfe des Super Nintendo Controllers trotzdem ausnutzen können. Ansonsten ist die Steuerung sehr einfach ausgefallen und bietet keine Probleme. Somit dürfte sich jeder Spieler schnell an die Bedienung gewöhnen.


Kommen wir nun zum Gameplay. Spielerisch kann The 7 Saga nicht gerade überzeugen, auch wenn das Spiel nicht unbedingt schlecht ausgefallen ist. In Anlehnung an die Romancing Saga Spiele von Squaresoft, hat der Spieler am Anfang die Auswahl zwischen sieben verschiedenen Charakteren, von denen jeder seine eigene Rasse, als auch seine eigenen Statistiken wie Stärke, Intelligenz oder Gewandtheit, präsentiert. So hat man die Wahl zwischen einen Ritter, einer Zauberelfe, einen Zwerg, einen Dämon, einen Alien als auch einen „Tetujin“ (Roboter) Traurig dabei ist, dass die Charaktere den eigentlichen Spielablauf nicht nachhaltig beeinflussen, wie man es zum Bespiel aus den Romancing Saga Titel kennt. Geringfügig tragen die Charaktere nur zu der Vorantreibung der Geschichte bei. Wie bereits schon erwähnt, trifft ihr im Spielablauf immer wieder auf die anderen Charaktere, mit denen ihr euch entweder verbünden, oder zu einem Kampf herausfordern könnt. Ansonsten erlebt ihr nichts weiter als ein Standard Rollenspiel ohne irgendwelchen Innovativen. Ihr durchwandert die Welt von Ticondera und seid auf der Suche nach den geheimnisvollen Runen. Dabei besucht ihr die nahe liegenden Kampfgebiete und Städte und erforscht die mehr oder weniger langweiligen Dungeons. Viel Spannung wird also hier nicht geboten. Auch Geheimnisse oder sonstige seltenen Gegenstände werdet ihr nicht finden. Um die Spieler noch mehr zu ärgern, bietet The 7th Saga eine fürchterliche Encounter Rate. Zwar steht dem Spieler eine runde Karte zur Verfügung, wo man genau sehen kann, wo sich die Gegner befinden, allerdings treten die Gegner in ungeheuren Mengen auf. Dadurch wird man einfach zu häufig in Kämpfe verwickelt, was auf die Dauer nervig sein kann. Wenn man jedoch ganz ehrlich ist, sind die Zufallskämpfe eigentlich originell gestaltet worden, nur durch die häufige „Encounter Rate“ schlecht umgesetzt. Im Gegensatz zu meisten anderen „Random Battles“ kommen die Feinde automatisch auf euch zu, selbst wenn ihr an einer Stelle stehen bleibt und wartet. Dank der runden Karte hat man zwar immer die Übersicht zu den Feinden und der Umgebung und kann auch notfalls versuchen den Feinden entkommen, allerdings ändert es trotzdem nichts an der Tatsache, dass die Kämpf einfach zu oft auftreten und man häufig den Gegnern nicht entkommen kann, egal wie gut man sich auch anstrengt. Ansonsten ist der Schwierigkeitsgrad schon fast überdurchschnittlich. Manche Boss Kämpfe oder Schlachten sind sogar schon fast übertrieben schwer zu meistern. Dafür werdet ihr nicht länger als 20 Stunden mit dem Spiel verbringen können. Vergleicht man also das Spiel mit seinem Super Famicom/Playstation Nachfolger Mystic Ark, dann fragt man sich eigentlich, was die Programmierer während der Entwicklungszeit gemacht haben.


Zusammengefasst gehört The 7th Saga zu den wenigen Rollenspielen von Enix, die in fast allen Bereichen enttäuschen. Wenn man die ganzen Kritikpunkte und Schwächen des Spiels bedenkt, dann ist es kein allzu großer Verlust, dass das Spiel nie in Deutschland erschienen ist. Vielmehr finde ich traurig, dass der Nachfolger nie außerhalb Japans erschienen ist. Sei es die Super Famicom oder die Playstation Version. The 7th Saga bietet zwar eine schöne Story und kann durch den guten klassischen Soundtrack und Atmosphäre überzeugen, dafür ist aber die Grafik sehr mager ausgefallen und das komplette Gameplay nichts anderes als nur Standard. Dazu kommt die nervige Encounter Rate die den Spielspaß noch mehr kaputt macht. Rollenspiel Fanatiker, Nostalgiker und Sammler wie ich, sollten sich trotzdem das Spiel günstig besorgen, da das Spiel trotzt allem in jeder Rollenspiel Sammlung gehört.

Written by Rpgmaniac-No1
„LWR“ RPGforever

 


Added:  Wednesday, May 26, 2004
Reviewer:  Rpgmaniac-No1
Score:
hits: 5113
System: Nintendo SNES