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Populous

Populous

Genre:Strategie
Herstellungsjahr:1989
Hersteller:Bullfrog / Electronic Arts


Ich bin ja schon lange der Meinung, daß Peter Molyneux schon lange als erster Europäer den Einzug in die Hall of Fame verdient hätte, man denke nur an BLACK & WHITE, DUNGEON KEEPER und natürlich POPULOUS. Genau der letzte Titel steht im Mittelpunkt dieses Reviews. Im Jahre 1989 als das Spiel erschien, war Populous ein wahres Feuerwerk an Innovationen. Viele Ideen und Spielelemente können wir heute noch in modernen Titel finden. Ich selber habe mir damals so manche lange Nacht um die Ohren geschlagen um POPULOUS zu spielen. Auch heute noch hat das Spiel seinen Reiz fast vollkommen behalten. Bei so viel Erfolg dürfte es niemanden wundern, daß POPULOUS auch für zahlreiche System erschien. Neben dem Original Release für Commodore Amiga , Atari ST und die Personal Computer, die von Electronic Arts vertrieben wurden, gab es auch mit Unterstützung von Imagineer zwei Releases im fernen Osten für den Sharp X68000 und den PC 98 von NEC. Zwei Jahre später, also 1991 folgte dann die Schwemme der Umsetzungen für die Konsolen. Bedient wurden die NEC PC Engine im Vertrieb von Hudson Soft, das Super Famicom (die US Version wurde von Akklaim vertrieben) und die beiden SEGA Systeme Master System und Mega Drive. Zu den Unterschieden, sofern es sie überhaupt gibt komme ich zum Abschluss des Reviews. Kommen wir also zum genialen Spielablauf.

Bei POPULOUS übernimmt man stellvertretend für einen Gott die führende Rolle eines aufstrebenden Volks. Auf fünfhundert Karten lenkt man nun die Geschicke dieses Volks gegen jeweils eine Widerpart und dessen Stamm. Dies kann man nun entweder alleine gegen die CPU, wobei man den guten Gott spielt, oder man verknüpft zwei Rechner über Modem miteinander und bekriegt kräftig einen menschlichen Gegner. Diese Option gibt es natürlich für alle Computer Versionen, für die Konsolen sieht es in dieser Hinsicht allerdings eher düster aus. Wie es im Titel des Spiel schon heißt besteht die aller erste Aufgabe des Spielers darin für die fruchtbare Vermehrung der eigenen Anhänger zu sorgen. Zu diesem Zweck muß man erst einmal für Bauland sorgen, denn obwohl der Beischlaf unter freien Himmel sicherlich romantisch ist, das Gebären funktioniert aber bester in sicheren Behausungen. Mit der Maus kann man die bestehende Landschaft, es gibt Eis, Wüste, Grassland und Fels, zu flachen Ebenen platt walzen. Je nach Größe der derart geschaffenen Fläche bauen unsere Untertannen nun ihre Behausungen. Die Behausungen unterteilen sich in Entwicklungsstufen, vom einfachen Zelt bis hin zur kleinen Burg. Die Größe der Eigenheime hat je nach Spielstand Vor- und Nachteile. Bevor wir dies genauer untersuchen sollte man sich vielleicht mit den Steuerelementen vertraut machen. Das wäre zunächst einmal der kleine Ausschnitt der Welt den man gerade bearbeitet. Oben links in einem aufgeschlagenen Buch befindet sich die Gesamtkarte des aktuellen Levels. Sie zeigt uns mittels blickender Punkte die Lage von Siedlungen an. Mit einem einfachen Klick auf irgendeinen Flecken können wir diese Gegend auswählen, die dann in der Hauptansicht angezeigt wird. In der linken unteren Ecke des Bildschirm befinden sich zahlreiche Icons mit denen man bestimmte göttliche Aktionen, wie zum Beispiel Vulkanausbrüche, Springfluten usw. auslösen kann. Oben rechts befindet sich ein Energiebalken auf dem der Vorschritt des Wachstums unseres Volks angezeigt wird. Je nachdem wo dieser Balken steht können wir direkt in das Geschehen eingreifen. So können wir zum Beispiel dem Anführer unsere Anhänger die Anweisung geben zusammen mit allen Nichtsesshaften in eine neue Gegend zu ziehen. Dazu steht uns ein heiliges Symbol zur Verfügung, das wir in der Landschaft platzieren können. Dann muß man nur noch dem Volk den Befehl erteilen zu diesem Symbol zu wandern und schon geht der Umzug los.

Das Vorantreiben der Besiedlung stellt bei POPULOUS ein immens wichtiges Spielelement dar, aber wie es nun einmal so ist braucht man den Kampf um zu obsiegen. Um dieses Unternehmen anzugehen braucht man erst einmal genug Energie, die man durch die wachsende Bevölkerung erhält. Hier komme ich noch einmal auf die Fortpflanzung zurück. Je größer eine Behausung ist, desto stärker sind ihre Abkömmlinge, allerdings dauert es dann deutlich länger. Deswegen ist es eine sehr beliebte Taktik, einfach die Behausung mit ein paar Klicks zu verkleinern und so die Jungs auf die Wanderschaft zu treiben. Ist genug Energie vorhanden können wir aus unserem Anführer einen Ritter machen. Dieser geht selbstständig auf Kreuzzug zu den feindlichen Siedlungen und verwandelt diese in Schutt und Asche. Trotzdem sollte man immer ein Auge auf diesen Recken haben, denn der Computer scheut nicht davor zurück alles einzusetzen unsere Streitmacht mittels Sümpfen zu dezimieren. Nun brauchen wir allerdings wieder einen neuen Anführer. Der ist aber schnell geschaffen, denn der nächste Untertan der das heilige Symbol erreicht übernimmt die vakant gewordene Position. Um noch einmal zur Landschaft zurück zu kommen, so besteht diese zu Beginn des Levels meist aus Hügeln und Inseln. Außerdem befinden sich hinderliche Felsbrocken in der Landschaft, die man mühsam im Meer versenken muß. Mit der linken Maustaste erhöht man das Gelände und mit der rechten Taste senkt man es ab. Genauso macht es auch der Computer. Um ihn dabei kräftig zu stören gibt es die bereits angesprochenen Wunder. So platzieren wir Sümpfe im Siedlungsgebiet des Gegners und sehen genüsslich zu wie die Gegner schön langsam dezimiert werden. Vorraussetzung für solche Aktionen ist neben der erforderlichen Energie auch die Möglichkeit die Aktion auch tatsächlich platzieren zu können. Dies hängt je nach Aktion davon ab, ob eine eigene Behausung oder ein Anhänger sich auf dem Bildschirm befindet. Zu Beginn von POPULOUS kann der Computer noch nicht auf alle Gemeinheiten zurück greifen, das ändert sich aber mit jedem Level, also Vorsicht!

Es würde einfach zu weit führen, hier alle Möglichkeiten, die POPULOUS bietet zu beschreiben. Vielleicht sollte ich aber noch schnell ein paar der beliebtesten Strategien vorstellen. Die CPU zum Beispiel ebnet gerne ihr Land recht großflächig ein, um möglichst viele große Behausungen zu errichten. Das bringt dem Rechner zwar einen gewissen Vorteil im Kampf. Dafür dauert das Wachstum deutlich länger. Als erfolgreiche Gegenstrategie setzen wir dagegen auf Zelte und einfache Hütten und erreichen so ein weit schnelleres Wachstum und ebenen erst später das Land ein. Auf diese Weise erhalten wir schnell ein leichtes Übergewicht. Auch gut ist es möglichst zwei oder drei Ebenen höher zu bauen, da man so vor Springfluten geschützt ist und ohne Gewissensbisse auf dies Option zurück greifen kann. Hat man den Gegner schließlich besiegt, erhält man als Sterblicher die Gratulation von einer Art Obergott. Anschließend kann man einen neuen Level angehen. Dieser wird nach bestimmten Kriterien zugeteilt. Je höher man gewonnen hat, desto weiter wird man weitergeschickt. Kommt man weiter ins Spiel, wird es auch immer schwieriger. Vor allem die Eis- und Wüstenwelten sind recht knackig, da hier die Wachstumsrate stark begrenzt ist. Geduld und geschicktes Taktieren bringt einem fast immer den notwendigen Vorsprung.

Bleiben wir zunächst einmal bei der Betrachtung der technischen Umsetzung bei den Computer Umsetzungen, die sich fast kaum von einander unterscheiden. Gerade die Amiga und die X68000 Version lassen keine Unterschiede erkennen. Die kleinen Figuren sind putzig gezeichnet und nett animiert. Das ganze sieht einfach nett aus, obwohl gerade auf dem Atari ST sehen die Bewegungen doch ganz schön ruckelig aus. Aber das stört bei soviel Spielspaß nicht im geringsten. Der Sound besteht aus einer mitlaufenden Herzschlag Frequenz, die man aber zum Glück ausschalten kann, und den Sound Effekten zu den Aktionen. Insgesamt wird aber nicht allzu viel in technischer Hinsicht geboten, daß ist aber auch gar nicht notwendig denn die Vermischung der Spielelemente sorgt für mehr als ausreichend Motivation. Dank der hervorragenden Maussteuerung auf allen fünf Systemen kann ich auf jedem Rechner POPULOUS nur empfehlen. Wer sich diese Perle der Spielkunst entgehen läßt ist selber schuld. Auch auf den Konsolen macht POPULOUS keine schlechtere Figur. Gerade auf dem Mega Drive, dem Super Famicom und vor allem auf der PC Engine, für die auch eine CD ROM Version erschien, kann man deutliche Verbesserungen im Bereich der musikalischen Untermalung feststellen. Die Steuerung mit dem Joypad ist zunächst einmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit etwas Geduld und Übung kommt man doch ganz gut zurecht. Auf dem SEGA Master System werden sogar neue Landschaften geboten. Insgesamt betrachtet kann man POPULOUS auch hier nur empfehlen, denn kein Spielelement ging verloren und so blieb der große Spielspaß vollkommen erhalten. Unter dem Titel POPULOUS GAIDEN brachte Imagineer von POPULOUS sogar eine Version für den Game Boy von Nintendo auf den Markt. Leider erschien das Spiel nur in Japan, aber da es ja keine Länderbeschränkungen für das Handheld gibt können auch westliche Zocker POPULOUS unterwegs spielen. Dafür müssen sie sich aber an die japanischen Schriftzeichen und die etwas deutlichen Einschränkungen in Sachen Grafik und Spiel hinnehmen. Besonders die Grafik macht große Probleme, denn so richtig übersichtlich ist das Spiel wirklich nicht geraten. Trotzdem bietet POPULOUS GAIDEN immer noch spannende Unterhaltung der Extra Klasse, schließlich bietet das Spielprinzip viel Spaß. Buy it, try it!

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 2541
System: Commodore Amiga