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C64 Emulatoren im Vergleichstest

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Ein paar Worte vorweg:

Zunächst wollte ich die C64 Emulatoren testen, wie jeden NES/SNES Emulator auch. Allerdings fiel mir schon bald auf, dass die Emulatoren mit einer einzigen Ausnahme so perfekt arbeiteten, dass ein Test auf diese Weise keinen Sinn machen würde. Also musste ich andere Kriterien finden, die Emulatoren zu bewerten. Man konnte naemlich sagen, dass ein Spiel entweder auf allen funktionierenden Emulatoren lief, oder auf garkeinem.

Da ich sonst keine Kriterien gefunden habe, besinne ich mich in diesem Test auf die Emulatoren selbst. Wenn ein Emulator schon perfekt funktioniert, sollte er auch möglichst einfach aber auch effektiv bedienbar sein und alle nötigen Informationen liefern. Insbesondere, wenn es sich um einen Emulator eines Computersystems handelt. Aufgeteilt ist dieser Test in folgende Kategorien:

1. GUI / Übersicht (Max. 10 Pts)

Hier wird hervorgehoben, ob ein Emulator die wünschenswerten Funktionen einstellbar macht, und wie gut das Ganze aufgebaut ist. In gewisser Weise mischen sich hier Punkt 1 und 2, da sie direkt zusammen hängen.

2. GUI / Umfang (Max. 10 Pts)

Man möchte bei allem Hang zur Übersicht natürlich alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten vorfinden. Nichts wäre ärgerlicher als eine voreingestellte Eingabekonfiguration, die man nicht ändern kann. Natürlich kann man es hier auch übertreiben.

3. Emulationsumfang (Max. 6 Pts)

Welche Hardware im und um den C64 wird emuliert? Ich kann voraus schicken, dass die Innereien eigentlich von jedem Emulator perfekt emuliert werden. Wie oben schonmal erwähnt, mit einer Ausnahme, doch dazu später mehr.

4. Funktionsinformationen (Max. 4 Pts)

Idealerweise möchte man von einem Computer davon informiert werden, ob er noch funktioniert, oder nicht. Wie oft hat man nicht schon zur Festplatte hinuntergeschaut, wenn der Computer eine Zeit lang nicht reargierte... Also sollte ein Emulator hierzu möglichst umfangreiche Informationen liefern, wichtig ist also etwa die Funktionsanzeige des virtuellen Disketten Laufwerks, hier 1541-LED genannt. Auch andere Informationen sind wünschenswert, aber weniger wichtig, da jeder heute zu habende Computer mit einem C64 Emulator zurecht kommt.

5. Die Standardkonfiguration (Max. 10 Pts)

Der Gelegenheits-zocker möchte nicht Ewigkeiten an einem Emulator herumfuchteln müssen, bis er endlich funktioniert. Also wird hier durchleuchtet, wie brauchbar die vorgegebene Einstellung zum Spielen ist und was verbessert werden muss.

Insgesammt sind also 40 Punkte zu erreichen. Aber keiner der Emulatoren wird diesen Wert erreichen, denn nach diesem Maßstab gibt es an jedem Programm noch etwas zu verbessern. Doch dazu komme ich später im Fazit noch. Zu den Emulatoren:



CCS64

GUI/Übersicht: 5 Punkte
Die GUI ähnelt einem C64 und ist zwar gut gemacht, aber aus der Sicht eines Windows Nutzers zu unübersichtlich. Mit F9 öffnet man das Menu, dann wird am unterem Bildschirmrand jeweils die zu drückende Taste für verschiedene zur Auswahl stehende Funktionen gedrückt. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht allzu schlecht gelöst. Spiele lassen sich im Menu auswählen und dann wahlweise direkt aus dem Menu heraus booten oder stilecht per Befehlseingabe.

GUI/Umfang: 8 Punkte
Man muss zwar ziemlich viel an Menus durchforsten, aber findet dafür (irgendwann) alle Einstellungen die man benötigt. Es finden sichEinstellungen für alle zu emulierenden Geräte. Es läßt sich z.B. einstellen, ob ein Diskettenlaufwerk in Originalgeschwindigkeit emuliert werden soll, oder so schnell es geht. Auch läßt sich die Empfindlichkeit zu Analogjoysticks einstellen wobei es keinen Spaß macht mit Analogen Knüppeln zu spielen. Dann schon eher Tastatur.

Emulationsumfang: 5 Punkte
Es gibt einen Emulator, der mehr emulieren kann als dieser; Ob das Sinn macht ist dann eine andere Frage. 1541 Floppy, Tapedeck, Maus, sogar drucken wäre mit diesem Emulator möglich.

Funktionsinformationen: 4 Punkte
Hier schneidet CCS64 am besten ab, zumindest am praktikabelsten bei Fullscreen. Die ROLLEN LED auf der Tastatur wird wahlweise vom Emulator kurzerhand zur LED des virtuellen Diskettenlaufwerks.

Standardkonfiguration: 10 Punkte
Die Standardkonfiguration auf Fenstermodus gestellt, erweißt sich als benutzbar. Einen Joystick, auch den selbst an den Parallelport gebauten Competition Pro, kann man ohne vorherige Einstellungseskapaden problemlos nutzen. Auch schön: Per Tastendruck (ALT & F10) läßt sich der Joystick zwischen den virtuellen Joyports hin und her schalten, was nützlich ist, da am C64 nicht alle Spiele den selben Port für Singleplayer Spiele nutzen. Die Konfiguration ist also spielfertig.



FRODO

GUI/Übersicht: 7 Punkte
Die GUI ist einfach. Für meinen Geschmack etwas ZU einfach, aber für Anfänger genau das Richtige. Sie ist sehr übersichtlich und gröstenteils verständlich gehalten. Leider funktioniert die Schnellhilfe zu den Einstellungspunkten nicht. Praktischerweise findet man in der Hilfe einige Informationen über die Tastenbelegung des Emulators.

GUI/Umfang: 4 Punkte
Leider fehlen zum Teil sogar wichtige Einstellungsmöglichkeiten. Etwa die Steuerungskonfiguration oder Filter für den Fullscreenbetrieb, wie etwa Scanlines etc. Auch der Sound ist nur im Nötigsten einstellbar. Mehr ist allerdings auch nicht nötig, der Emulator funktioniert einwandfrei. Es wäre daher zu verkraften. Die Aufteilung des Einstellungsmenu hätte ein wenig durchdachter sein können.

Emulationsumfang: 2 Punkte
Leider findet sich hier nur das Allernötigste: Diskettenlaufwerksemulation, wobei auch Tape ROMs angenommen werden und natürlich der Joystick. Das Diskettenlaufwerk lässt sich in Originalgeschwindigkeit emulieren, was allerdings nichts für "schnell-mal-eben-zocken" geeignet ist.

Funktionsinformationen: 3 Punkte
Sehr gut: Die LED jedes virtuellen Diskettenlaufwerks ist von Anfang an unten in der Statusleiste des Fensters vertreten. Leider sieht man keine LED im Vollbildmodus. Auch sonst halten sich die abrufbaren Informationen in vornehmen Grenzen.

Standardkonfiguration: 7 Punkte
Die Standardkonfiguration ist funktionsfähig aber leider in der Steuerung nicht veränderbar. So ist man also an den Joystick oder die Auswahl Nummernblock + Taste "0" für Feuer bei der Tastatur gebunden. Beides funktioniert aber von Anfang an.



Hoxs:

GUI/Übersicht: 4 Punkte
Die GUI ist grausig. Eigentlich wäre damit schon alles gesagt. Es wird alles viel zu sehr verteilt, so dass man sich schwer tut, die gesuchte Einstellung zu finden. Zudem fehlt eine Hilfe Komplett. Im gleichnamigem Menu findet man nur einen About Screen.

Emulationsumfang: 1 Punkt
Hier schneidet Hoxs definitiv am Schlechtesten ab. Es fehlt die Emulation für Maus oder Festplatte, was noch zu verkraften wäre. Das Tapedeck wird zwar emuliert, jedoch funktioniert dieser Emulator nur mit Raw File Images, was ihn für die Verwendung mit T64 Dateien unbrauchbar macht.

GUI/Umfang: 7 Punkte
Es finden sich diverse Einstellungsmöglichkeiten. Für meinen Geschmack die eine oder andere zu viel. Kann mir mal einer sagen, wozu ich wirklich JEDE Taste der C64 Tastatur zuordnen können muss? Bei den Sondertasten macht das ja noch Sinn, aber irgendwo hört sich jeder Spaß auf. Der Joystick ist auch einstellbar, ganz hinten bei den Tastatureinstellungen, welche umständlich auf vier Karteikarten aufgeteilt sind. Kann man bei dem Ding auch einstellen, mit welcher Taste der Emu Kaffee kochen soll? ;))

Funktionsinformationen: 0 Punkte
Sie fehlen ganz. Somit ist es mir nicht möglich, nachzuvollziehen ob Hoxs noch emuliert, oder ob alles abgeschmiert ist. Schlecht.

Standardkonfiguration: 2 Punkte
Nicht wirklich zu gebrauchen. Joystick 1 und 2 etwa sind vermischt auf den Nummernblock gepresst. Einen Joystick muss man erst aktivieren und einstellen. Zuerst war es mir nicht möglich auch nur ein einziges Spiel zum Laufen zu bringen. Selbst herumstellen an den Einstellungen brachte keine Besserung. Er war für mich unbrauchbar, bis ich feststellte, dass die Ladevorgänge dieses Emulators einfach nur grausam lang waren. Spaß will so keiner aufkommen.



VICE:

GUI/Übersicht: 9 Punkte
Die Oberfläche sieht aus wie man es von einer aktuellen Windows-Anwendung erwartet. Die Anordnung und Gruppierung der Punkte ist sehr gut strukturiert - man findet sich schnell zurecht. Die Online-Hilfe listet Kommandozeilen-Optionen beim Starten des Emulators auf. Programme Laden/Starten lassen sich durch "Autostart disk/tape image…" im File-Menü oder auch manuell mittels "Attach disk image" und "Attach tape image". Für den Wechsel zwischen Fenster- und Fullscreenmodus steht auch ein Hotkey ALT+D zur Verfügung.

GUI/Umfang: 8 Punkte
Die Einstellungsmöglichkeiten sind umfangreich und durch die gute Gruppierung in Unterpunkte leicht zu finden. Die Einstellungen werden in einer ini-Datei abgespeichert - es gibt auch die Möglichkeit, die Einstellungen aus einer vorhandenen Datei einzulesen. Eine kontextbezogene Hilfe zu den einzelnen Einstellungspunkten ist leider nicht enthalten.

Emulationsumfang: 6 Punkte
Der Emulator kriegt wirklich alles hin. Disketten natürlich, Tapes, Cardridges. An Zubehör findet sich der Drucker und die Maus. Mehr braucht man für den C64 nicht.

Funktionsinformationen: 3 Punkte
Die Anzeige von Laufwerkszugriffen erfolgt im Fenster-Modus in der Statuszeile - diese Information fehlt naturgemäß im Fullscreen-Mode. Desweiteren werden dort auch die Daten die über Joysticks kommen signalisiert.

Standardkonfiguration: 9 Punkte
Bevor der ungetrübte Spielspaß losgehen kann muss die Zuordnung zu den Joystick-Ports durchgeführt werden. Man kann den Ziffernblock+Strg rechts benutzen oder definiert sich seine persönliche Belegung unter "Keyset A" und "Keyset B" Man kann auch seine angeschlossenen Joysticks zuordnen. Mittels ALT-J kann man die Belegung der Joystick-Ports 1+2 switchen.



Das Ergebnis:

C64 Comparison Results


Fazit:
VICE kann sich vor meinem persönlichem Favoriten CCS64 durchsetzen. Der Umfang an Funktionen und die Qualität der Emulation und GUI, die hier geboten wird, ist einzigartig. Frodo ist guter Durchschnitt, nur Hoxs fällt aus dem Ramen, da dieser zu langsam ist und zu wenige Einstellungsmöglichkeiten hat. Für den Anfänger empfehle ich Frodo, wobei man auf Dauer dann doch VICE vorziehen sollte. CCS64 ist dabei eine gute Alternative, die aufgrund der vielen Sonderfunktionen, wie als Floppy-Anzeige fungierende ROLLEN-LED auch seine Daseinsberechtigung hat - trotz der gewöhnungsbedürftigen GUI. Es war in diesem Test nicht möglich, einen eindeutigeren Vergleich anzustellen. Da alle Emulatoren mit so ziemlich Allem funktionierten, wäre ein Vergleich ziemlich kleinlich geworden. Deshalb konzentrierte ich mich hier auf die Emulatoren selbst. Über Kommentare dazu oder Vorschläge, wie man einen C64 Test zukünftig weiter ausbauen kann, wäre ich dankbar.

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