Nintendo SNES - Super Nintendo

Technische Daten
Super Nintendo
Prozessor 65816 mit 1,79 2,68
oder 3,58 Mhz
Super Nintendo European Version
Der Super Magic Converter, der wohl bekannteste aller Importspiele Adapter
Zusatzchips 3D CHIP, PPU-Spritegenaretor
8-Bit Stereo-Soundchip Sony SPC700
Farben 256 von max. 32768
Sound 8 Kanäle Stereo
Ram, Rom 256kb Ram, 128kb VidRam, 64kb Soundram
Auflösung 256 x 224, 512 x 448 (interlaced)
Speicher Modul, max. 128Mbit
Sprites 128, max. Größe 8x8,16x16,32x32, 64x64
Screenlayers 4+1 für Sprites
Maße: 200x242x74mm
Zubehör: Gameboy Player, Maus, Multitab (Mehrspieleradapter), SuperScope (Lightgun in Bazookaform), Arcade Controller und diverse Import Adapter, wie den Super Magic Converter (Bild Rechts)
Erweiterungen Nur unterstützende Chips in den Modulen, siehe Special Chip Special
Verkaufte Geräte:ca. 49.1 Millionen
Anzahl Spiele:ca. 1.350

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Geschichte

Mit dem Famicom (außerhalb Nippons als "Nintendo Entertainment System" vertrieben) gelang Nintendo Mitte der 80er erstmals die wirklich erfolgreiche Etablierung eines Videospielesystems und eigentlich gäbe es auch Jahre danach keinen Grund, einen Nachfolger dazu zu entwickeln, denn das NES verkaufe sich immer noch gut - wäre da nicht die japanische Konkurrenz, denn die schlief beileibe nicht. Die grafische und tontechnische Leistung eines NES war doch ziemlich stiefmütterlich und konnte mit neu auftauchenden Konsolen wie dem SEGA Genesis und dem PC-Engine nicht schritthalten. Dies würde ganz klar einen Verlust an Kundschaft bedeuten, also war Nintendo gezwungen nachzulegen. 1991 war es dann soweit und man durfte das Super Famicom (wobei der Name ganz einfach "größer-besser-schneller-weiter" suggerieren sollte) käuflich erwerben.

Technisch gesehen schwer zu verstehen war, dass SEGAs Genesis, welches Jahre zuvor erschienen war, eine stärkere CPU besaß. Warum hatte Nintendo nicht versucht gleichzuziehen? Die Antwort findet sich in den restlichen Komponenten. Sowohl in Grafik als auch in Sound war ein Super Famicom einem Genesis überlegen. Nintendo hat also weniger Wert nur auf den Prozessor gelegt, als auf die restlichen Komponenten; eine interessante Parallele in der Entwicklung zwischen Videospielconsole und PC, wo es mittlerweile unübersehbar sein dürfte, wohin die Entwicklung geht. Ganz nebenbei war in Japan zu der Zeit das Rollenspiel das mit Abstand beliebteste Genre und brauchte keine überaus starke CPU.

Später sollte sich herausstellen, dass der Prozessor doch etwas sehr schwachbrüstig war. Ein Umstand, dessen Nintendo mittels diverser Zusatzchips in den Modulen Herr wurde, welche zwischen 3,6 und 20mhz schnell waren und größtenteils Fließkommaberechnungen anstellten. Technisch gesehen nichts neues, auch die Prozessoren von PCs bekamen zu Zeiten von 286 und 386 noch eine FPU zur Entlastung an die Seite. All das waren zumindest technisch gesehen Gründe, warum das Super-NES seiner Konkurrenz davon zog. Letztendlich hatte Nintendo einfach die richtigen Verträge mit 3rd-Party Herstellern und dadurch den Massenmarkt auf seiner Seite.

Wie schon erwähnt, wurde der Super Famicom im Rest der Welt unter dem Namen Super-NES vertrieben. Außerdem wurden die Konsolen der verschiedenen Länder durch den Lockout-Chip zu einander inkompatibel gemacht. Allerdings gab es diverse Adapter, um etwa ein japanisches oder amerikanisches Spiel auf der heimischen Console spielen zu können. Der wohl bekannteste war der "Super Magic Converter" der Firma Honey-bee. Dieser splittete den Modulport in quasi zwei Ports auf und nutzte von einem beliebigem europäischen Modul die Länderkennung um das amerikanische Modul auf dem europäischen Super-NES spielbar zu machen. Bestimmte alternative Adapter hatten die Länderkennungen im Adapter. Außerdem gab es diverse Möglichkeiten sein Super-NES umzubauen, was zwar die kompatiblere Variante darstellte, aber logischer Weise die Herstellergarantie kostete.

Mit dem Super-NES gelang Nintendo der größte Triumphzug, den eine Konsole jemals hingelegt hatte. Alleine 1992, dem Erscheinungsjahr des SNES in Deutschland, gelang Nintendo ein Gesamtumsatz von umgerechnet 3,19 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von schlappen 80% entsprach. In den Staaten und Nippon sah es 1991 noch extremer aus: In den Staaten besaß jede dritte Familie ein Super-NES und in Japan waren es sogar 40%! Das alles sind Zahlen, die von folgenden Konsolen nur schwer zu überbieten sein würden.

Technisch erinnerungswürdig sind die bis dato nicht gesehenen Rastereffekte und 3D-Fähigkeiten, die man einer Console bis dato abgesprochen hatte. Außerdem eine 2D Spieleleistung, die nur noch vom NeoGeo der Firma SNK überboten wurde und wird.

Verfasst von Chaos © by AEP Emulation Page

Screenshots:
SNES - Chrono Trigger
Chrono Trigger
SNES - Donkey Kong Country
Donkey Kong Country
SNES - Lufia 2
Lufia 2
SNES - Street Fighter II
Street Fighter II
SNES - Super Mario RPG
Super Mario RPG
SNES - Super Metroid
Super Metroid

Noch eine Geschichte: ( © by Azrail)

Das Super Famicom erschien 1990 in Japan . Anfang 1991 konnte ich das erste Super Famicom bewundern. Zwei Spiele "Super Mario World" und "F-Zero". Besonders beindruckend waren (für mich man glaubt es kaum) die Rastereffekte und die Ausnutzung des 3D Chips. Es ist kein Problem für das SNES ein Objekt zu drehen und wenden. Super Mario erschien mir so bunt. Auf dem Markt war bereits eine 16-Bit Konsole, die SEGA Genesis nämlich. Zudem hatte die Genesis auch noch eine schnellere CPU. So fragt man sich doch warum Nintendo 2 Jahre nach erscheinen der SEGA Konsole, eine Konsole auf den Markt bringt die eine langsame CPU hat.

Die Antwort ist einfach. In Japan sind die beliebtesten Konsolenspiele Rollenspiele und diese benötigen nicht sehr viel CPU Power. Außerdem wurden später Spielen Zusatzchips beigefügt (Super Fx) die, die Prozessorleistung erhöhten. Polygon-basierte Spiele waren somit kein Problem mehr (Star Fox). In Deutschland kam am 15. August 1992 das "Super Famicom", unter dem Namen " Super Nintendo" auf dem Markt! Ein paar Monate vorher (am 2. April 1992) war das Gerät bereits in Grossbritannien erschienen. Natürlich ein PAL Gerät und durch den Lockout-Chip unkompatibel zum japanischen Bruder oder von mir aus japanischer Schwester. Es gibt aber einen Adapter, der auf das SNES aufgesetzt wurde.

Dieser machte es möglich japanische Spiele auf dem Europäischem SNES zu spielen. Kurze Zeit später erschienen auch die berühmt berüchtigten Kopierstationen. Es war nicht einmal verboten diese Dinger in Deutschland zu verkaufen. "Nie mehr Probleme durch defekte Module" hieß es damals in einer Werbung. Defekte Module???? Alle ROMs die im Internet zu finden sind, wurden mit solchen Kopierstationen hergestellt.

Das Super Nintendo ist Nintendos meist verkaufte Konsole. Hier ein paar Zahlen für Deutschland:
Nintendo erzielte 1991 (Erscheinungsjahr des SNES) einen unglaublichen Gesamtumsatz von 6,25 Milliarden DM, was einen Marktanteil von schlappen 80% !!!! entspricht! Wahn! Für den Gesamten Spielzeugmarkt in Deutschland (also Mattel, Lego, Playmobil, usw) macht das 15 % aus. Für USA und Japan sind die Zahlen noch extremer. In den Staaten besaß 1991 jede dritte Familie ein Nintendo und in Japan waren es sogar 40%. Das Super Nintendo war damit der Kassenknüller überhaupt. Und sowas ist von einem Nachfolger schwer zu überbieten.

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