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Resident Evil 3



Resident Evil 3 – Nemesis ist Ende 1999/Anfang 2000 auf der Playstation und fast zeitgleich auch auf dem Dreamcast und dem PC erschienen. Im Jahr 2003 gab es auch eine Umsetzung auf dem Gamecube, die im Gegensatz zu Resident Evil 1 jedoch lediglich 1:1 portiert wurde. Aus technischer Sicht ist das Spiel also auf allen Systemen gleichwertig.
Das Spiel wurde wie immer von Capcom entwickelt, jedoch diesmal nicht mehr von Vigin Interactive, sondern von EIDOS Interactive veröffentlicht. Dazu weiter unten mehr.

Story:

Resident Evil 3 - Nemesis, das im japanischen Original Biohazard 3: Last Escape heißt, spielt einige Stunden vor und nach den Ereignissen von Resident Evil 2. Die Hauptfigur ist dabei die aus dem ersten Teil bekannte Jill Valentine. Jill wurde von ihrer Spezialeinheit S.T.A.R.S. suspendiert und schlägt sich durch das mittlerweile vollkommen von Zombies überrannte Raccoon City. Sie ist außerdem auf der Suche nach ihrem Partner Chris Redfield, der seit dem ersten Teil vom Erdboden verschluckt ist. Im Verlauf des Spiels trifft man sehr schnell auf die Hauptbedrohnung im Spiel, den namensgebenden Gegner „Nemesis“. Dieser wurde von der Firma Umbrella darauf programmiert, alle Mitglieder von S.T.A.R.S. zu eliminieren und ist zu diesem Zweck mit einem Raketenwerfer ausgestattet und kann sogar Türen öffnen. Nemesis ist nicht totzukriegen und begleitet bzw. verfolgt einen über das ganze Spiel hinweg.

Gameplay:

Resident Evil 3: Nemesis ist ein Resident Evil der alten Machart. Es spielt sich wie seine zwei Vorgänger, unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten zum Teil deutlich von Resident Evil und Resident Evil 2. Das wichtigste Merkmal von Resident Evil 3 ist neben Nemesis die Einführung von Live-Action-Events, nicht zu verwechseln mit Quicktime-Events. An entscheidenden Stellen des Spiels, beispielsweise, wenn man auf Nemesis trifft, erhält man eine Auswahl von zwei Möglichkeiten. Wird keine der beiden Optionen gewählt, entscheidet das Spiel den weiteren Verlauf der Ereignisse. Meist hat man die Wahl, vor Nemesis zu flüchten oder ihn zu bekämpfen, der Variantenreichtum im Spiel ist jedoch bemerkenswert und der Verlauf und selbst das Ende des Spiels werden durch die Entscheidungen die man trifft beeinflusst. Ein sehr interessanter Ansatz, der jedoch exklusiv in Resident Evil 3 und bisher in keinem anderen Teil der Serie Verwendung findet.

Eine weitere nennenswerte Änderung ist die Möglichkeit, mithilfe eines speziellen Nachfüllgerätes Munition für die Pistole, die Schrotflinte den Granatwerfer und die Magnum selbst zu erstellen. Dazu findet man neben der üblichen Munition auch häufig zwei verschiedene Arten von Munitionspulver, das in unterschiedlichster Weise kombiniert werden kann. So wird aus Pulver A+B das Pulver C, mischt man dieses zum Beispiel wieder mit Pulver B erhält man Säuregranaten. Mit diesem System sind überraschend viele Kombinationen möglich und es gibt sogar Erfahrungslevel bei häufiger Verwendung. Auch dieses Element wurde meines Wissens leider in keinem anderen Teil mehr verwendet.

Resident Evil 3 – Nemesis ist vom Umfang her mit den ersten beiden Teilen zu vergleichen und kann je nach Übung in wenigen Stunden durchgespielt werden. Zu Beginn des Spiels wird man erstmals vor die Wahl gestellt, ob man das Spiel in Easy oder in Hard durchspielen möchte. Diese Entscheidung ist nicht einfach, wobei der Schwierigkeitsgrad Hard wahrscheinlich dem normalen Schwierigkeitsgrad der Vorgänger entsprechend dürfte. Die Unterschiede sind erheblich. In Easy wird man mit Munition und Waffen von Anfang an geradezu überhäuft, man darf unbegrenzt oft speichern und die Gegner sind schwächer. Außerdem gibt es ein Sturmgewehr mit zwei vollen Magazinen. Eine wirkliche Herausforderung ist in diesem Schwierigkeitsgrad also nicht vorhanden und so richtet sich Easy wohl an komplette Neulinge. In Hard erhält man jedoch das, was man von Resident Evil gewohnt ist. Ich habe mit Hard angefangen und hatte beispielsweise mit dem ersten unumgänglichen Nemesis-Kampf ernsthafte Probleme und habe kaum Land gesehen. Auch die später auftauchenden Hunter haben mir schwer zugesetzt, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich mich aufgrund einer Fehlentscheidung bei einem Live-Action-Event komplett ohne Magnum durch das Spiel kämpfen musste.

Trotzdem war das Spiel gut zu schaffen und hat mir bis auf kurze Frustmomente sehr viel Spaß gemacht. Einzig das ebenfalls neu eingeführt Ausweichfeature hat mir nicht zugesagt, das in meinen Augen macht was es will. Einige Stellen im Spiel wurden beinahe unspielbar, weil die Taste zum Ausweichen die gleiche ist wie die, mit der zielt. Mit langsamen Waffen wie der Schrotflinte bin ich daher kaum dazu gekommen mich zu verteidigen, da Jill bei mehreren Feinden gleichzeitig nur herumspringt und nach einem Ausweichmanöver sogar ganz woanders hinzielt.

Zensur:

Resident Evil 3 – Nemesis musste von den Spielern harte Kritik einstecken, da es stark geschnitten und zensiert wurde.
Nachdem die ersten beiden Teile von Resident Evil von Virgin Interactive veröffentlicht wurden war beim dritten Teil erstmals EIDOS Interactive der Publisher. Dieser wollte auf jeden Fall eine Indizierung des Spiels in Deutschland verhindern, wie es beispielsweise Resident Evil 2 ergangen war. Dass Resident Evil 2 ab diesem Zeitpunkt in der Originalfassung (spätere Versionen des Spiels wurden geschnitten) nicht mehr beworben werden durfte, führte zu Umsatzeinbußen und sollte bei Resident Evil 3 nicht passieren. Das Ergebnis davon war eine so starke Zensur, dass man das Spiel in der deutschen FSK 16 Version nur noch schwer ernst nehmen kann. So ist es nicht mehr möglich Gegnern Köpfe abzuschießen, es gibt weder im Spiel noch in den Videos Blut zu sehen und zu allem Überfluss lösen sich besiegte Gegner nach kurzem Blinken in Luft auf. Darunter leidet die Atmosphäre deutlich, es gibt jedoch nicht nur kosmetische Änderungen.

Nach erstmaligem Durchspielen schaltet man neben dem serientypischen Garderobenschlüssel auch den Mercenaries-Modus frei. Bei diesem muss man sich unter Zeitdruck auf einem vorgegebenen Weg mit vorgegebenen Waffen durch Räume mit Feinden kämpfen. In der ungeschnittenen Version des Spiels gibt es dabei für jeden erledigten Gegner einige Sekunden Zeit zusätzlich, in der geschnittenen Version erhält man jedoch nur noch bei tierischen Gegnern einen Zeitbonus, was ein gutes Abschneiden in der deutschen Fassung unmöglich macht. Somit entgehen einem freischaltbare Waffen und Gegenstände, den Mercenary Modus der deutschen Fassung kann man sich also komplett sparen.

Die Versionsvielfalt ist in Resident Evil 3 jedoch recht groß und es bedarf schon einiger Recherche, um zur richtigen Version zu kommen. So sind auch die UK und die amerikanische Fassung nicht identisch mit der japanischen Version. Im japanischen Original wird einem Zombie im Krankenhaus der Kopf von einem Hunter abgeschlagen. In der UK- und US-Version ist diese Szene samt Splattergeräusch zwar vorhanden, der Kopf des Zombies bleibt jedoch am Körper. Außerdem scheint es in der US-Version des Spiels nicht möglich zu sein, liegenden Gegnern den Kopf abzutreten, in der UK-Version jedoch schon. Ob das bewusste Schnitte waren oder einfach etwas übersehen wurde, ist nicht bekannt.
Richtig kompliziert wird es, wenn man auch noch die Umsetzungen auf anderen Konsolen und Neuauflagen auf dem PC (wie die Xplosiv-Reihe) einberechnet. Hier auf ein ungeschnittenes Spiel zu treffen ist also eher eine Glückssache oder mit der Suche nach dem heiligen Gral zu vergleichen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich bei der Umsetzung für den Gamecube, die in der deutschen Version geschnitten ist, auch die UK-Version (möglicherweise US) auf dem Datenträger befindet. Es muss lediglich die Sprache der Konsole umgestellt werden. Dieser Umstand war offenbar auch der BPjM bekannt, die auf dem Gamecube auch die deutsche Version indizierte. Auf der Wii ist dieser Trick ebenfalls möglich und auch die PC-Version kann angeblich ungeschnitten installiert werden, wenn man beim Setup die englische Sprache wählt.

Fazit:

Resident Evil 3 – Nemesis hat damals keine sehr guten Wertungen bekommen, was zu einem großen Teil an der heftigen Zensur, der schon damals angestaubten Technik und Nemesis lag, dessen permanentes Auftauchen viele als „nervig“ empfunden haben. Sollte man im Besitz einer ungeschnittenen Version sein, ist Resident Evil 3 – Nemesis jedoch ein richtig guter Teil der Serie, der sogar mit einem sehr hohen Wiederspielbarkeitswert aufwarten kann. Ich kann wie die Vorgänger auch Teil drei nur empfehlen. Wer es noch nicht durchgespielt hat und sich von der mittlerweile sehr alten Grafik nicht abschrecken lässt, sollte das auf jeden Fall nachholen.

 


Added:  Monday, April 09, 2018
Reviewer:  Q-Marine
Score:
hits: 614
Language: deu
System: PC, Playstation, Dreamcast, Gamecube
  

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