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Fallout: A Postnuclear Role Playing Game

Publisher: Interplay
Developer: Black Isle Studios
Erscheinungsjahr: 1996
System: MS--DOS



Es geschah in der Mitte des 21. Jahrhunderts, daß zwischen den Großmächten der Atomkrieg ausbrach. Innerhalb weniger Stunden wurde das Leben fast vollständig von der Erde gewischt. Städte verglühten im atomaren Sturm, Flora und Fauna wurden zerstört und die Meere verseucht. Milliarden von Menschen fanden einen schnellen und heißen Tod, viele jedoch hatten dieses Glück nicht und - überlebten.



Achtzig Jahre später. Der Protagonist lebt friedlich vor sich hin - vor der feindlichen Umwelt geschützt und als Teil eines Kollektivs in einem autarken, autonomen und geschlossenen System: der "Vault". Diese riesigen Bunker wurden von der Firma "Vaul-Tec" flächendeckend und in großem Maßstab für die U.S.-Regierung gebaut, sie sollten der Bevölkerung Schutz bieten. Überflüssig zu erwähnen, das nur "wertvolles Menschenmaterial" einen Zugang erhielt, ebenso welche Szenen sich vor den Bunkereingängen abspielten.
Man nun lebt also in seiner kleinen, behüteten und faschistoiden Welt, und weiß eigentlich gar nicht so genau, "wie das damals alles war und es bloß soweit kommen konnte" - und kümmert sich deshalb auch um seinen eigenen Kram. Leider macht einem das Schicksal einen Strich durch die Rechnung: Die Autarkie der "Vault" ist gefährdet. Ein System der Trinkwasseraufbereitungsanlage, überlebensnotwendig für alle, ist ausgefallen und mit Mitteln des Bunkers nicht mehr zu reparieren. Jemand muß raus zu einer anderen Vault und Ersatzteile besorgen.
Nur ist das eben nicht so einfach, wie gesagt: 80 Jahre ist der Krieg nun her, aber die Bunkertür blieb bisher versiegelt. Keiner hat eine Ahnung, was einen erwarten könnte. Und Du mußt erstmal alleine los.
Der Bunkerwart und Vorsteher drückt Dir noch eine Vorkriegs-10mm und ein paar lose Patronen in die Hand und überlässt Dich Deinem Quest. Erforsche das Wasteland und rette Deine Leute!



Fallout ist kein gewöhnliches Rollenspiel. Die Fülle der Details, der schwarze (ja, schon britische) Humor und ein exzellentes, rundenbasiertes Kampfsystem werden abgerundet durch eine Story, die nach Verfilmung geradezu schreit. Die Welt von Fallout (das nördliche Kalifornien im 22. Jahrhundert) ist düster und voller Gewalt. Das Wasteland breitet sich aus, und wenn es mal regnet, gibt es Fallout.
Es haben sich zwar wieder Siedlungen gebildet, von einer flächendeckenden Zivilisation aber kann keine Rede mehr sein. Diese Stadtstaaten sind höchst unterschiedlich organisiert - von faschistischen Fanatikern, die sich Sklaven halten (ehemalige Vault 8, nun Bunkerstadt), über marodierende Banden, die Städte ohne Gesetz und Moral errichteten, bis hin zum Versuch, eine glückliche, gerechte und zufriedene Gesellschaft aufzubauen (NCR - New Californian Republic). Viele Menschen leben auch wieder in Stämmen (Tribals), vollkommen ohne Technologie und auf dem zivilisatorischen Niveau von karibischen Kannibalen...
Der Quest für den Wasserchip führt einen durch die ganze Welt von Fallout - und diese ist groß. Man muß die Welt (ähem, den Bunker) auch nicht ganz alleine retten, mit der Zeit kann sich eine ganze Horde von NPC aller Couleur und den Avatar sammeln, ob Mensch, Hund, Deathclaw (mutierte Eidechsen mit dem Körperbau eines Gorillas und der Attitüde eines tollwütigen Tyrannosaurus Rex) oder Myron, durchgeknallter Drogenpapst aus dem Sündenpfuhl New Reno. Random Encounter bringen Leben in die Welt, man muss ja auch was zum umnieten haben, wobei man den Schwerpunkt der Charakterentwicklung allerdings derart frei setzen kann, so daß nicht nur Muskelbepackte Hirnis durchkommen, sondern auch bebrillte Nerds.



Das System von Fallout, SPECIAL, überzeugt. SPECIAL ist ein Akronym für die Attribute des Helden: Strength, Perception, Endurance, Charisma, Intelligence und Luck (Stärke, Wahrnehmung, Ausdauer, Charisma, Intelligenz und Glück).Das klingt erst mal nicht so viel, aber von diesen Werten derivieren sich die Skills, mehrere an der Zahl, z.B. Umgang mit verschiedensten Waffen, First-Aid oder Doctorskills, Überreden, Stehlen, Zocken und noch diverse andere Fähigkeiten. Den individuellen Anstrich bekommt der Charakter durch sg. Perks: Das sind Spezialeigenschaften, die mit dem Aufstieg in den Stufen auch mehr Gewicht bekommen. Diese sind häufig genauso witzig wie das Artwork des Spiels (sehr gelungen), und reichen von Resistenzen über Anfälligkeiten zu den unmöglichsten Boni und Mali.
Erwähnenswert ist auch noch das Karma-System - alles, was der Avatar tut (oder möglicherweise auch lässt) hat Einfluß auf den Karma-Punktestand. Eine arme Sau erschießen: Minuspunkte. Einen miesen Wegelagerer weglasern: Pluspunkte. Die NPCs reagieren auf diesen Punktestand, als Gutmensch wird man eher Opfer von Slavers oder Raiders, als Badass wird man unter Umständen Probleme haben mit anderen Leuten überhaupt zu sprechen, wenn diese eben "gut" sind. Es gibt allerdings einen Haufen Gruppierungen auf beiden Seiten, denen man beitreten kann. Die liebevolle Graphik, die (schon erwähnte) Story mit reichlich Quests und Nebenquests, sowie das Kampfsystem mit realen und Laserwaffen machen das Spiel zu einem Evergreen. Die Langzeitmotivation ist hoch, selbst nach 12 Jahren stößt man immer nochmal auf einen Quest, den man noch nicht kennt, oder irgendeinen Gag, der einem bis jetzt entgangen war.



Fazit: Wer Fallout nicht kennt, hat irgendwie ziemlich was verpasst.
Es gibt (IMHO) nur ein einziges, besseres Rollenspiel: Fallout II :wink:

 


Added:  Friday, April 06, 2007
Reviewer:  Ragnarok
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System: IBM Kompatible