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SaGa Frontier II

Genre: Rollenspiel
Entwickler: Squaresoft
System: PlayStation


Jeder, der schon ein paar mehr Squaresoft-Spiele kennt als Final Fantasy und
Seiken Densetsu, kennt sicher den Drang der Programmierer, das RPG-Genre regelmäßig
neu zu erfinden. Und so ist auch "SaGa Frontier II" definitiv ein
etwas anderes Rollenspiel. Wer hier gerenderte Hintergründe, atemberaubende
Special-Effects und massig Render-Videos erwartet, wird vielleicht etwas enttäuscht
sein. Dennoch gehört "SaGa Frontier II" für mich zu den
besten Rollenspielen, vor allem durch die interessante Story und die wirklich
sehr zahlreichen Innovationen das Genre betreffend.


Die Story

"SaGa Frontier II" versetzt den Spieler in eine Fantasie-Welt,
die sehr an das Europa vergangener Jahrhunderte erinnert. Hier merkt man
auch gleich, warum sich das Spiel so stark von anderen Vertretern des Genres
unterscheidet. Der Spieler kann nicht einfach loslaufen und die Umgebung erkunden,
statt dessen wählt man auf einer Weltkarte das nächste zu spielende
Kapitel aus. Jedes beendete Kapitel öffnet dabei ein oder mehrere neue
Kapitel, aus denen man dann erneut wählen kann. Dabei kann ein Kapitel
nur aus einem Dialog oder einem großen Gebiet, in dem man zahlreiche Kämpfe
bestreiten muss, bestehen. So kann man die Geschichte in nahezu beliebiger Reihenfolge
spielen. Zum besseren Verständnis und um den zeitlichen Ablauf zu verdeutliche,
werden alle gespielten Kapitel in eine Chronik eingetragen, da die Spiel-Reihenfolge
sehr wohl vom zeitlichen Ablauf abweichen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Zeitraum, in dem sich die Story abspielt.
So erlebt man das Leben der beiden Hauptcharaktere, dem Königssohn Gustav
XIII und dem Digger William Knights, von der Geburt bis zum Tode. Der Zeitraum
umfasst auf diese Weise über 100 Jahre, so dass man noch erlebt, wie die
Geschichte nach Gustavs Tod weiter verläuft und welchen Einfluss sein Handeln
auf die Geschichte hatte. Auch Will's Enkelin Virginia wird darin noch eine
Rolle spielen. Dabei verlaufen diese beiden Handlungsstränge immer mehr
oder weniger parallel: man kann also selbst entscheiden, ob man ständig
zwischen Gustav und Will hin und her wechselt oder aber erst einen der Charaktere
bis zum Ende spielt und dann den anderen spielt. Jeder Charakter wird zwar selbst
gelevelt, sämtliche erhaltenen Items behält man aber, wenn man das
Szenario wechselt.


 


Das Kampfsystem

Auch hier beweist Squaresoft mal wieder nahezu grenzenlosen Einfallsreichtum.
Drei Kampfmodi stehen dabei zur Verfügung: Der Team-Kampf, das Duell und
die Strategie-Schlacht. Der Team Kampf erinnert dabei am ehesten an klassische
RPGs, da er rundenbasiert und ohne ATB abläuft. Ähnlich wie in "Chrono
Trigger" können die Angriffe der einzelnen Charaktere kombiniert werden.
Solche Kombos können aber nicht einfach ausgewählt werden; stattdessen
wählt man für jeden Charakter einen Angriff, und es liegt beim Spieler
sich zu merken, welche Kombinationen starke Kombos ergeben. Klappt eine Kombo
nicht, führt jeder Charakter seinen Move einzeln aus.

Im Duell kämpft ein Charakter aus der aktuellen Party gegen ein Monster.
Jetzt kann man nicht mal mehr Spezial-Angriffe auswählen, sondern muss
sie aus einer Menge von Standardbefehlen zusammensetzen. Der Duell-Kampf ist
dabei die beste Möglichkeit, neue Moves zu lernen, indem man einfach wahllos
die Möglichkeiten der Angriffe durchprobiert. Hat man einen Move im Duell
gelernt, kann man ihn im Team-Kampf einfach auswählen. Zauber funktionieren
im Prinzip genauso, nur das hier Waffen und Gegenstände als "Instrumente"
benutzt werden müssen, um über die Elemente verfügen zu können.
Kämpft man zum Beispiel in einem Wald, steht das Element "Holz"
unendlich zur Verfügung und muss nicht als Instrument oder Quell angelegt
werden. (Eine vollständige Erklärung des Magiesystems würde hier
jeden Rahmen sprengen, nur so viel sei gesagt: Das Kampf und Zaubersystem von
"SaGa Frontier II" ist das GamePlay-Feature dieses Spiels schlechthin.
Nur, wenn man es verstanden hat, hat man eine Chance. Nur mit Zuschlagen wird
man sehr bald frustriert aufgeben.)

Ein paar mal im Spiel führt man eine strategische Schlacht im Spiel. Dabei
kann man Runde für Runde seine Einheiten auf dem Schlachtfeld bewegen.
Kommt es zum Feindkontakt, wird der Kampf rundenbasiert als Team-Kampf ausgefochten.
Hierbei ist die Strategie aber besonders wichtig, da die verfügbaren Einheiten
weder vorher gelevelt noch ausgerüstet werden können.


Die Grafik

Hier komme ich nun zum wahrscheinlich auffälligsten Merkmal von "SaGa
Frontier II". Sämtliche Charaktere und Monster sind animiert, außer
bei den Kampfarenen wurde auf 3D-Grafik komplett verzichtet. Sämtliche
Städte und Landschaften kommen als wunderschöne Aquarell-Zeichnungen
und geben dem Spiel seinen unverwechselbaren Charakter. Hier wäre ein Kritikpunkt
meinerseits, dass die animierten Charaktere in den 3D-Kampfarenen etwas "fehlplatziert"
aussehen. Da auch alle Effekte ausschließlich Animationen sind, hätte
es mir besser gefallen, wenn man die Hintergründe auch gezeichnet hätte
wie das restliche Spiel.


Der Soundtrack

Auch im Bezug auf die musikalische Untermalung braucht sich "SaGa Frontier
II" mit Sicherheit nicht hinter anderen Vertretern des Genres zu verstecken.
Bemerkenswert ist dabei, das im Spiel nur einige wenige Themen vorkommen, die
im Laufe des Spiels immer und immer wieder variiert werden. Das heißt
nicht, dass der Soundtrack auch nur ein einziges Mal langweilig wird, dafür
aber die Themen mehr und mehr mit der Handlung verknüpft werden. Insgesamt
setzt Squaresoft hier weit mehr auf ruhige Klänge. Auf schnelle Beat und
Techno-Klänge wie zum Beispiel in Final Fantasy wurde hier ganz verzichtet.


Fazit

"SaGa Frontier II" ist ein RPG abseits des Mainstream. Die Story spielt
eine sehr große Rolle und lässt für das Gameplay selbst häufig
etwas wenig Platz. Mich persönlich hat die Art und Weise der Erzählung
recht stark an "Final Fantasy Tactics" erinnert, ein Spiel, das trotz
seines Titels kaum in die Final Fantasy-Reihe einzuordnen ist.

Wer Besitzer der deutschen Version des Spiels ist, kann sich außerdem
über eine überraschend gute Übersetzung freuen. Von Reinfällen
wie "Final Fantasy VII" und "Secret of Mana" ist hier zum
Glück nichts mehr zu merken! Passend zur Handlung sprechen sämtliche
Charaktere ein sehr vornehm wirkendes Altdeutsch, was sehr zum Ambiente des
gesamten Spiels passt.

Außer der etwas unpassenden Kampfarenen-Optik bleibt von meiner Seite
nur noch zu bemerken, das man im Spiel in Bedrängnis geraten kann, wenn
man einen Abschnitt betritt, in dem einem die Gegner stark zu schaffen machen.
Da man seine Lebens-Punkte (Im Spiel nicht identisch mit den HP) nicht wieder
aufladen kann und keine Möglichkeit hat, das Kapitel wieder zu verlassen,
kann ein Reset notwendig werden. Hat man zusätzlich noch in diesem Abschnitt
gespeichert, kann im härtesten Fall ein kompletter Neustart des Spiels
notwendig werden. Solche "Unpässlichkeiten" sollten meiner Meinung
nach der Vergangenheit angehören!

Trotzdem ist "SaGa Frontier II" ein Muss für alle Fans des RPG-Genres,
die auf aktuelle Grafik und Special-Effects verzichten können. Die Story
und das innovative, aber auch etwas komplizierte Kampfsystem, können sicher
für viele Stunden begeistern!

 


Added:  Wednesday, August 25, 2004
Reviewer:  Santhor
Score:
hits: 8367
System: Sony Playstation
  

 
Posted by Anonymous on Sep 30, 2005 - 05:25 PM
My score:

 
Posted by heLd on Sep 21, 2004 - 11:55 PM
My score:

wie kann ich mir dieses spiel saugen?????