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Lufia & The Fortress of Doom

Genre: Rollenspiel
Entwickler: Taito
Erschienen: 1993
System: SNES


Eine der bekanntesten Rollenspiel Serien dürfte tatsächlich "Estpolis Denki" sein. Für die Geburt, dieser fantastischen Serie, sind die Spielehersteller von Taito verantwortlich gewesen. Taito gehört eigentlich zu dem Spielehersteller, die für wenig ordentliche Spiele gesorgt haben. Jedoch mit der Estpolis Denki Reihe, haben sie eine wahre Legende, in der Geschichte der Super Nintendo Rollenspiele entwickelt. Estpolis Denki ist der japanische Name für Lufia: The Fortress of Doom, welches im Juni 1993 in Japan erschien. Lufia: The Fortress of Doom erschien paar Monate später in Amerika und wurde in Europa nie veröffentlicht. Grund dafür waren die niedrigen Verkaufszahlen, was bei dem Nachfolger Lufia: Rise of the Sinistrials, welches auch in Deutschland erschien, wiederum anders aussah. Allerdings sollten diese Verkaufszahlen niemanden abschrecken, denn Lufia erweist sich als ein gelungenes Rollenspiel, mit abwechslungsreicher Storyline.
Bevor ich mit dem Spiel anfange, möchte ich noch etwas klarstellen. Etwas Kurios an dem Game ist eigentlich die zeitliche Reihenfolge der Geschichte. Betrachtet man die Story des Spiels, stellt Lufia: The Fortress of Doom den Nachfolger von Lufia: Rise of the Sinistrials dar. Erschienen, ist jedoch das Spiel zuerst und dann Lufia: Rise of the Sinistrials. Das Sequel ist sozusagen das Prequel. Wer bereits Lufia: Rise of the Sinistrials kennt, der wird schon zu Beginn des Spiels den Unterschied merken. Das Spiel beginnt nämlich mit dem Endkampf der vier Helden Maxim , Selan, Guy und Artea, gegen die vier teuflischen Höllenfürsten Gades, Amon, Erim und Daos, welche die Welt und zugleich den Sohn von Maxim und Selan retten müssen.


Kommen wir nun zum Spiel. Die Geschichte fängt relativ interessant an und entwickelt sich spannend und abwechslungsreich. Diese spielt knapp neunundneunzig Jahre nach der ersten großen Schlacht gegen die vier Sinistrials (Höllenfürsten) Der Spieler übernimmt die Rolle von Jeros, des Sohnes von Maxim und Selan, welche nach dem Endkampf gegen die Höllenfürsten umgekommen sind. Jeros lernt, in jungen Jahren, ein merkwürdiges Mädchen namens Lufia kennen, das fortan Jeros beste Freundin wird. Die Jahre vergehen und urplötzlich werden die Bewohner der Stadt Sheran von Monstern angegriffen. Der König eurer Heimatstadt bittet Euch der Sache auf den Grund zu gehen, da seine Armee in den Friedenszeiten faul und ängstlich geworden ist. Und genau hier fängt die Story sich langsam an zu entwickeln. So begibt sich Jeros, zusammen mit Lufia, auf die Reise um die Lage zu klären. Sicher, wer schon bereits Lufia Rise of the Sinistrials kennt, der wird feststellen, dass die Story ähnlich anfängt. Dies hat jedoch einen gewissen Zusammenhang mit Lufia 2, da auch hier die Höllenfürsten ihr Unwesen treiben. Aber mehr wird auch nicht verraten. ;) Ansonsten kann man der Geschichte nichts aussetzen. Oft werdet ihr auf die alten Charaktere von Lufia 2 treffen wie Artea oder Guy, welche selbstverständlich schon alt sind, jedoch eine wichtige Rolle für den Verlauf der Geschichte spielen. So hilft euch zum Beispiel der alte Guy, die Elfenstadt Elfaria zu finden, wo die alte Artea wohnt und euch die Rückkehr der Höllenfürsten aufklärt. Die Geschichte ist mit vielen Überraschungen versehen und bietet sogar erzählerische Mittel wie Rückblenden. Interessant an der Story sind auch die Charaktere selbst, welche so zu sagen die Charaktere aus Lufia: Rise of the Sinistrials widerspiegeln. So hat Arugo eine Identität mit Guy oder der Professor Schaja mit Lexis. Dies gilt aber auch für viele Spielszenarien. Ihr werdet oft den Eindruck bekommen, ihr spielt Lufia 2. Zusammengefasst kann man Taito nichts vorwerfen. Die Geschichte wird wunderbar weiter erzählt und kann mit vielen Storywendungen und Überraschungen überzeugen.


Betrachtet man die Grafik des Spiels, wirkt diese für heutige Verhältnisse doch relativ einfach gestaltet. Besonders der Kampfbildschirm ist nicht grad originell gemacht, vielmehr schon zu billig gestaltet. Die Kampfszenen finden jeweils immer auf der im Moment grad gespielten Szene statt, es wird so gesehen einfach auf projiziert. Da gab es genug andere RPG Meilensteine wie zum Beispiel Squaresofts Romancing Saga 1, welche ein deutlich besseres Kampfsystem geboten haben. Ansonsten ist das Game wunderbar gestaltet und bietet eine kunterbunte, hübsche 16-Bit Grafik. Im Gegensatz zu dem Nachfolger wird beim Betreten eines Hauses nicht in einen separaten Bildschirm gewechselt, sondern es werden einfach die Dächer der Häuser ausgeblendet um die Übersicht auf seine Charaktere zu haben. Ich fand es persönlich etwas billig, wenn auch nicht sonderlich störend. Ansonsten können sich die Animationen, für die damalige Zeit, sehen lassen. Zwar wird die Leistung des Super Nintendo nicht ausgenutzt, jedoch ist die Grafik trotzt allem schön gestaltet. Auf der Weltkarte watschelt ihr mit der ganzen Party im Gänsemarsch hintereinander her und betretet finstere Höhlen und kämpft gegen kunterbunt gestaltende Monster. Zwar sind hier die Animationen der Gegner auch nicht besser als bei dem Nachfolger, aber mehr sollte man auch von Taito nicht erwarten. ^^ Soundtechnisch ist Lufia ziemlich unterhaltsam ausgefallen. Die Musik im Kampfmodus kann schon zuweilen etwas nerven aber sonst ist nichts daran auszusetzen. Wahrscheinlich liegt es daran das die Zufallskämpfe doch in Recht kurzen Abständen auftreten, nach dem Motto wer ein großer Held werden will muss unbesiegbar sein *g* Ansonsten wird für gute Unterhaltung gesorgt. Die Musiken passen gut zum Spielgeschehen und können sogar einige Geschmäcker begeistern. Einige Sounds dürften dennoch für große Ohrenschmerzen sorgen, aber nach einer Weile gewöhnt man sich dran. Stimmung wird jedenfalls geboten. Der Soundtrack wurde übrigens von Yasunori Shiono komponiert. Wer nach den Soundtrack gerne sucht, der sollte sich die Estpolis Biographies besorgen. Diese enthält zwei CDs, von denen die erste alle Sounds zu Lufia The Fortress of Doom beinhaltet. Auf der zweiten CD sind natürlich die Musiken von Lufia: Rise of the Sinistrials zu finden. Die Steuerung ist ebenfalls gelungen, die Menüs sind gut gestaltet und die Gestaltung der einzelnen Menüs ist klasse ausgefallen. Selbst Spieler, die noch nie ein Rollenspiel gespielt haben, werden sich mit der Steuerung schnell anfreunden. Die einzelnen Menüs sind sauber und übersichtlich gestaltet. Hier hat Taito sich wirklich Mühe gegeben.


Kommen wir nun zum Gameplay. Spielerisch kann Lufia durchaus überzeugen, allerdings muss ich vorerst eine Kritik loswerden. Ein Kritikpunkt wäre die sture Ausführungsweise der Angriffs-Befehle in den Kampfszenen. Bei den meisten Rollenspielen ist es ja üblich, wenn ein Gegner verschwunden ist, dass der Angriff auf den nächsten noch vorhandenen Gegner ausgeführt wird. Bei Lufia: The Fortress of Doom ist das leider nicht der Fall. Hier wird stur ins Leere geschlagen, auch wenn der angewählte Gegner schon im Jenseits weilt. Somit muss man eine komplette Runde warten um einen neuen Befehl einzugeben, was auf die Dauer zu nervig sein kann. Man ist also gezwungen eine gewisse Taktik anzuwenden. Habt ihr bereits Lufia: Rise of the Sinistrials gespielt, werdet ihr über diverse Spielelemente enttäuscht sein. Solche bekannten Spielelemente wie zum Beispiel die Ahnenhöhle, die Dracheneier und der Eierdrachen, Forfeit Island beziehungsweise die Schicksalsinsel auf der ihr sämtliche im Spiel vorgekommene Gegenstände nachkaufen könnt, sind zwar hier ebenfalls vorhanden, dafür aber im Vergleich zu dem Nachfolger ein Scherz. Die Ahnenhöhle zum Beispiel, besteht aus eingeteilten Stockwerken, welche nur durch einen bestimmten Level der Charaktere betretet werden können. Doch das wäre nicht all zu schlimm, wenn die Ahnenhöhle dementsprechend auch genug Stockwerke hätte. Leider ist die Ahnenhöhle nach paar Stockwerken zu Ende. Die wunderbare Suche nach seltenen Gegenständen in blauen Truhen ist hier vorbei Jungs! Auch der gute alte Ahnenhöhlen Endgegner Master Jelly, ist anscheinend Opa geworden und musste auf die Rente. Sicher, es war Taitos erster Versuch, eine neue Rollenspiel Serie zu entwickeln und deswegen habe ich auch hier gewissen Verständnis für. Deshalb rate ich jedem erstmal dieses Lufia zu spielen, wenn ihr keine böse Enttäuschung erleben wollt. Des Weiteren bietet die Schicksalsinsel nicht mal die Hälfte der Spielerischen Möglichkeiten wie bei Lufia 2. Die einzelnen Kasinos sind schnell spielbar und das Arsenal der zu kaufenden Gegenstände ist einfach zu klein. Auch der große Eierdrache stellt im Spiel keine Herausforderung dar, da ihr nicht mal gegen ihn antreten könnt. Das sind so einige Merkmale, welche die Lufia Reihe spielerisch auszeichnen. Und genau in diesen Punkten enttäuscht Lufia: The Fortress of Doom total. Das führt dazu, dass das Spiel allgemein sehr linear ausfällt und für wenig Dauerspaß sorgt. Allerdings sollten euch diese Kritikpunkte nicht abschrecken denn sonst ist das Spiel sehr spannend und kann mit den vielen Gegenständen, Waffen, Rüstungen und Zaubersprüchen wirklich begeistern. Das Charakterdesign ist ebenfalls klasse ausgefallen. Solche Personen wie Jerin, Aguro oder Jeros selbst, werdet ihr nicht so schnell vergessen wollen. Die Geschichte bietet einige Überraschungen, einige Storywendungen und viel Abwechslung. Kein schlechtes Rollenspiel aus meiner Sicht, jedoch sollte man das Spiel erstmal antesten bevor man eine gewisse Summe an Geld ausgibt.


Zusammengefasst ist Lufia: Fortress of Doom ein gutes Rollenspiel mit schöner Storyline und interessanten Spielelementen. Wer schon immer gerne Lufia gespielt hat, der sollte sich diesen Titel ebenfalls besorgen. Jedoch rate ich wirklich jedem erstmal dieses Lufia zu spielen und erst dann Lufia 2. Sonst erlebt ihr eine spielerische Enttäuschung, da Fortress of Doom im Vergleich zu Rise of the Sinistrials nur einen spielerischen Scherz darstellt.

Written by Rpgmaniac-No1
"LWR" RPGforever

 


Added:  Wednesday, May 26, 2004
Reviewer:  Rpgmaniac-No1
Score:
hits: 8011
System: Nintendo SNES