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Space Harrier 2

Space Harrier 2

Genre:Shoot'em Up
Herstellungsjahr:1988
Hersteller:SEGA


Hoppala! Mit SPACE HARRIER haben wir mal wieder ein besonderes Spiel ausgepackt. Der fliegende Held aus dem Hause SEGA machte nämlich gleich zwanzig mal seine Aufwartung auf den verschiedensten Systemen. Dabei handelte es sich aber immer um das gleiche Spiel. Das Besondere daran ist aber, daß die Versionen zum Teil verschiedene Namen tragen. Am Anfang steht der alte SPACE HARRIER Automat aus der Spielhalle, der im Jahre 1986 für Furore sorgte. Dann folgen die Umsetzungen für die beiden Konsolen Nintendo Famicom 1989 und SEGA Master System 1986. Dabei erhielt das Master System zwei Fassungen. Die zweite Portierung nennt sich SPACE HARRIER 3D und erschien 1988. Der Automat wurde ebenfalls für die Homecomputer und Personal Computer umgesetzt. Die 8 Biter erhielten in der Umsetzung von Elite bereits 1987 ihre Konvertierungen. Der PC und die 16 Biter folgten erst 1989. Ein Jahr zuvor bediente Dempa die Sharp X68000 Besitzer und zu guter Letzt folgte das Game Gear 1991. Soweit wäre die Übersicht zu SPACE HARRIER eigentlich fertig, wäre da nicht noch die Mega Drive Version SPACE HARRIER 2, die 1988 erschien. Von dieser Version wurden 1990, diesmal von Grandslam Entertainment wieder Konvertierungen für die Homecomputer und die persönlichen Rechenknechte auf den Markt geworfen. Spielerisch hat sich bis auf marginale Verbesserungen im grafischen Bereich bei SPACE HARRIER 2 nicht viel geändert. Deswegen könnte man auch von bösem Nepp sprechen. Ähnlich sieht es bei der 32X Fassung SPACE HARRIER 32X, die 1994 erschien, aus. Weil alle Spiele dermaßen ähnlich sind, man kann von eins zu eins Kopien sprechen, bin ich der Meinung, daß man alle Versionen doch bitte in einem Aufwasch besprechen kann. Zu den eigentlichen Unterschieden in Grafik, Sound und Steuerung komme ich dann wieder zum Abschluß des Reviews.

Wie bereits erwähnt sorgte der Spielautomat SPACE HARRIER von SEGA bereits 1986 für ordentlich Furore in der Spielhalle. Durch sehr flüssige 3D Grafik und die tolle Hydraulik zog der Automat die Zocker reihenweise in seinen Bann. Der Held das Spiel, ein blonder rot gekleideter Kerl ist in allen Versionen immer der Gleiche. Auch das Gameplay ist immer das Selbe. Man rennt oder schwebt durch eine feindlich gesinnte Landschaft, die in mal mehr, mal weniger flüssiger 3D Grafik dargestellt wird. Unmengen von verschiedenen, furchteinflössenden Monstern wollen dem Spieler an den Kragen. Auch zahlreiche Bodenhindernisse, wie Säulen, Felsbrocken oder Büsche, sorgen dafür, daß auf dem Monitor die Post abgeht. Am Ende jeder Stage erwartet uns ein größerer Zwischengegner und zum Abschluß dürfen wir uns mit dem Dark Harrier anlegen. Gerade die Zwischengegner sind ganz schön ausdauernd und man braucht schon Mut und Spucke, um sie zu besiegen. Wir düsen also über die Landschaft und werden von überdimensionalen Robotern, fliegenden Kugeln, Drachen und anderem widerlichen Gezücht attackiert. Dabei bietet der Automat herrlich detailliert gezeichnete Sprites. Im Gegensatz zur Gestaltung und Vielzahl sind die Sprites aber eher kärglich animiert. Als Beispiel könnte man hier den rosafarbenen Tiger mit seinen Engelsflügeln erwähnen. Bei den Monster haben die Entwickler von so richtig ihre Phantasie spielen lassen. Je nachdem , ob unser Held sich auf dem Boden oder in der Luft befindet verändert sich auch die Perspektive leicht. Das wäre es auch schon mit der Beschreibung des eigentlichen Spiels und wir können uns frohgemut auf die einzelnen Versionen stürzen.

Der Spielautomat SPACE HARRIER bietet insgesamt zwanzig Level. Genauso sieht auch auf dem Master System, dem Game Gear, dem Famicom, dem X68000 und den 1989 Computer Konvertierungen aus. Auf den 8 Bitern wurden nur zwölf Level geboten. Die gleiche Anzahl an Stages, nämlich zwölf Stück, bietet die Mega Drive Fassung SPACE HARRIER 2 und ihre Konvertierungen. Auf dem 32X werden wieder 20 Stages aufgefahren. Der Umfang der SPACE HARRIER Titel schwankt also ganz schön. Spielerisch bleibt aber immer alles beim Alten. In der Arcade bot SPACE HARRIER 1986 ein tolles Spielgefühl. Die 3D Perspektive war zwar noch nicht ganz ausgereift, dafür entschädigte aber die aufwendige Hydraulik des Automaten. Die erste Master System Portierung gleicht dem Automaten wie ein Ei dem anderen. Auch in grafischer Hinsicht lassen sich nur sehr wenige Abweichungen feststellen. SPACE HARRIER 3D nutzt die 3D Brille als Zusatzgerät. Auf diese Weise wird der dreidimensionale Effekt noch verstärkt. Sehr schwach ist allerdings der Sound auf dem Master System. Insgesamt macht die soundtechnische Untermalung bei allen SPACE HARRIER Versionen keinen herausragenden Eindruck. Die Automaten Konvertierung für den Commodore C64, den Schneider CPC, den Acorn BBC Microcomputer und den Sinclair Spectrum ZX fallen im Vergleich zum Automaten schon sehr deutlich ab. Die Grafik kann man eigentlich nur noch auf dem Speccy als flüssig bezeichnen, dafür fehlt hier aber auch jegliche Farbenpracht. Die 8 Bit Versionen machen allesamt keinen guten Eindruck. Am schönsten sieht noch die CPC Portierung aus, dafür ist aber das Scrolling auch ruckeligsten. Die MSX Portierung sieht da schon besser aus. Sie reicht fast schon an die Master System Version heran und bietet auch noch deutlich bessere Klangatmosphäre. Auf dem Famicom macht SPACE HARRIER nur eine sehr enttäuschende Figur. Die Entwickler von Takara haben hier sehr schlampig programmiert. Das Scrolling geht noch in Ordnung, dafür ist von den abwechslungsreichen Gegnern nicht mehr viel übrig geblieben. SPACE HARRIER macht wenigstens auf den 16 Bitern einiger Maßen Spaß. Gerade die Commodore Amiga Version und die Sharp X68000 Fassung reizen die Hardware gut aus. In diesen Versionen, kann man neben Joystick und Tastatur auch die Maus zum Spielen hernehmen, was ich aber nicht empfehlen würde. Die PC Version bietet zwar die schnellste Grafik, dafür ist die Steuerung mit der Tastatur aber einfach nur ein Graus. Sehr gut gelungen ist SPACE HARRIER dafür auf der PC Engine von NEC. Die Grafik ist flüssig und schnell, so muß ein 3D Shoot'em Up aussehen.

Bei den folgenden Portierungen kann man eigentlich nicht mehr von Umsetzungen des originalen Automaten sprechen. Vielmehr handelt es sich um die Konvertierungen des Mega Drive SPACE HARRIER 2. SEGA konnte und wollte seine Arcade Konsole nicht ohne ein SPACE HARRIER lassen und so bastelte man zwölf neue Level zusammen. Auf dem Mega Drive sieht dann auch das Ganze sogar besser aus als in der Spielhalle. Die Grafik ist noch besser geworden, gerade der 3D Effekt wurde nochmals ordentlich aufpoliert. Dazu hat man noch einige Details im Spielablauf geändert. Im Gegensatz zum Automaten steht hier ein Trainingsmodus zur Verfügung. Wir können also alle Level einmal anspielen. Eine weitere Änderung ist, daß man bei der Kollision mit einem Hindernis, nicht mehr gleich ein Leben verliert, sondern nur noch ins Straucheln gerät. Dabei können wir eine gewisse Zeit nicht mehr Ballern. Soviel zu den Verbesserungen. Leider wurde es versäumt auch die Musik und die Sound Effekte auf Vordermann zu bringen. So steht immer noch nur eine Melodie und ihre Variationen zur Erquickung unserer Ohren bereit. Schade! Die Computer Konvertierungen von SPACE HARRIER 2 stammen alle, bis auf die SHARP X68000 Version von Grandslam Entertainment. Gegenüber den Elite Portierungen lassen sich deutliche Verbesserungen in Sachen Grafik feststellen, so daß ich jedem empfehlen würde diese Fassungen zu kaufen. Auf den 8 Bitern sieht man die Nachteile der schwächeren Hardware natürlich sehr deutlich, so daß man besser einen großen Bogen um diese Konvertierungen machen sollte, es sei denn man ist ein Sammler. Auf dem Commodore C64 sticht allerdings der wesentlich unterhaltsamere Sound hervor. Der X68000 Port von Dempa kommt sogar an das Mega Drive Original heran und sogar die PC Version ist endlich sogar spielbar, auch wenn ich sie niemanden empfehlen würde. SPACE HARRIER 32X bietet acht Stages mehr und ist ansonsten eine aufgemotzte Mega Drive Version. Die 3D Grafik kommt hier am besten zur Geltung. Allerdings bleibt das Spiel ansonsten recht enttäuschend, da SEGA einmal wieder bei weitem die technischen Möglichkeiten der Hardware nicht ausnutzt und es auch an dringend benötigten Innovationen fehlt. Wenn man sich jetzt für eine der SPACE HARRIER Versionen entscheiden will, dann würde ich die PC Engine und die Mega Drive Portierung empfehlen. Das Ganze sollte man dann aber auch als Ausflug in die Vergangenheit auffassen.

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 2202
System: Sega Genesis / Mega Drive