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The Bard's Tale 2 - The Destiny Knight

The Bard's Tale 2 – The Destiny Knight

Genre:Rollenspiel
Herstellungsjahr:1992
Hersteller:Electronic Arts


Es gibt neben WIZARDRY und ULTIMA nur noch eine Rollenspielreihe, die eine ähnliche große Wertschätzung genießen durfte (FINAL FANTASY und DRAGON QUEST sind zwar sehr gute bzw. ausgezeichnete Spiele, aber sie kommen nicht an die großen Drei heran. Dies liegt aber auch an der zögerlichen Veröffentlichung in westlichen Breitengraden.), nämlich THE BARD'S TALE. Das THE BARD'S TALE Fieber erfaßte in den achtziger Jahre ganze Horden von Computerspielern und kein Arzt konnte etwas dagegen tun. Der Urahn THE BARD'S TALE löste einen wahren Rollenspielboom auf den damaligen Heimcomputern aus. Nachdem man im ersten Teil den Bösewicht Mangar beseitigt hatte, kehrte erst einmal wieder Frieden in der schönen Stadt Skara Brae ein. Unsere Helden konnten sich endlich von der Strapazen des Abenteuers erholen. Doch schon rührt sich das Böse wieder. Der Erzmagier Lagoth Zanta hat den friedensspendenden Stab des Schicksal, den sogenannten Destiny Wand in sieben Teile zerbrochen und mit der Hilfe seiner Schergen versteckt. In THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT haben unsere tapferen Helden die Aufgabe die sieben Bruchstücke wieder zu finden und zusammen zu setzen.

Für den zweiten Teil ihres Kassenschlagers haben Interplay und Electronic Arts keine Mühen gescheut. Michael A. Stackpole, der einigen sicherlich als Autor spannender Science Fiction und Fantasy Romane bekannt sein dürfte (Nur kurz zwei Lesetipps : Silberauge und Es war einmal ein Held, beide Heyne), zeichnete sich verantwortlich für die Hintergrundgeschichte. An dieser Stelle möchte gleich noch die Gelegenheit nutzen, um auf die drei BARD'S TALE Romane von Merceds Lackey hinzuweisen, die auf deutsch bei Bastei Lübbe erschienen sind und durchaus lesenswert sind. Während man im ersten Teil noch, nur die Straßen und Dungeons der Stadt Skara Brae durchstreifen durfte, bietet THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT ganze sechs Städte, eine Wildnis und 25 Dungeons. Für unser maximal siebenköpfige Party gibt es also jede Menge zu tun. Um auf diese Herausforderungen vorbereitet zu sein, darf man sich aus sieben Rassen und zunächst acht Klassen die passende Truppe zusammenstellen. Auf keinen Fall sollte aber der namensgebende Ritter und der obligatorische Barde fehlen. Das passende Lied zur rechten Zeit kann manchmal Wunder bewirken. Der Minnesänger ist außerdem als schlagkräftiger Kämpfer nicht zu verachten. Auch nicht von schlechten Eltern ist der Mönch. Er ist stark und genügsam. Seine Rüstungsklasse ist so gut, daß man durchaus auf Kettenhemd und Helm verzichten kann. Ohne Zauberer sollte ebenfalls nicht losziehen, denn spätestens im ersten Verließ stehen unsere Helden ohne ihn da, wie hilflose neugeborene Babys. Für Licht sorgen, Heilen, Fallen aufspüren, Teleportieren bis zum Steine erweichen sind die Aufgaben, in denen unser Magier in seinem Element ist.

Bei THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT erfährt man Schritt für Schritt, welches Rätsel man als Nächstes zu lösen hat und welcher Dungeon nun zu erkunden ist. Gegen enorme Geldsummen ist der alte weisen Eremit in der Wildnis gerne bereit uns mit Hinweisen zu unterstützen. Man zieht also frisch und munter durch die Fantasy Welt. Dabei läuft stets die Zeit mit. Sollte man zu lange auf Pause gedrückt haben, bestraft uns das Programm gleich mit einer netten Kampfeinlage. Diese sieht man in einem kleinem Fenster ablaufen. Allerdings ist außer dem leicht animierten Monsterbild nicht viel zu sehen. Die Kämpfe laufen in Runden ab und man darf pro Kampfrunde verschiedene Aktionen für die Partymitglieder vorgeben. Wer ein Feigling ist kann natürlich auch die Beine in die Hand nehmen und den Rückzug antreten. Allerdings ist diese Option bei einer deutlichen Übermacht durchaus zu empfehlen. Zum Glück kann man jederzeit speichern. Denn THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT ist mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad ausgestattet.

In den Städten gibt es neben bösen Gaunern auch Heiler, Geschäfte, Banken und Tavernen. Dort können die Magier ihre Energie wieder auffrischen und man kann seine Ausrüstung wieder herstellen. In der Taverne darf man sich auch mal ordentlich betrinken und der Gerüchteküche lauschen. Am wichtigsten sind aber die sogenannten Review Boards. Dort winken bei ausreichend Erfahrungspunkten Levelerhöhungen. Die Eigenschaften unsere Helden verbessern sich und die Hit Points und Spell Points wachsen. Um an diese Belohnungen und weitere Zauberstufen zu kommen muß man aber kräftig löhnen, das Review Board ist schließlich nicht die Caritas. In der Abenteurergilde können sich unsere Helden ausruhen.

Die Dungeons sind zahlreich und verzwickt. Oft sind sie mit richtig fiesen Rätseln versehen, an denen der Spieler schlichtweg verzweifeln kann. Dieser Umstand hebt THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT auch über FINAL FANTASY und DRAGON QUEST. Beide Spiele und alle ähnlichen Vertreter sind halt doch recht simpel gestrickt. Man muß schon sich schon selber Handicaps einbauen, um Probleme zu bekommen. Dafür bietet THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT aber auch nicht so schöne Geheimnisse und witzige Unterspielchen. Besonders gefährliche Zonen in den Gewölben sind die sogenannten Death Snares. Dort kann man weder kampieren oder zaubern. An ein Entkommen ist schon gleich gar nicht zu denken, bevor man nicht unter tüchtigem Zeitdruck das jeweilige Rätsel gelöst hat. Dafür wird man aber mit eine Teil der Destiny Wand entschädigt. Eine automatisch gezeichnete Karte gibt es bei THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT noch nicht und so werden Hobbyzeichner ihre wahre Freude beim Kartografieren haben.

Bei aller Komplexität ist THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT dennoch leicht zu handhaben. Anfänger werden schnell mit der Spielablauf zurecht kommen. Dutzende Gegenstände, Zaubersprüche, hinterlistige Fallen, Rätsel über Rätsel und hartnäckige und abwechslungsreiche Monster werden jeden für Wochen, nein besser Monate, in Atem halten. Grafisch bietet THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT nicht allzu viel Berauschendes. Die Welt wird in THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT genauso wie im Vorgänger dreidimensional dargestellt. In einem kleine Fenster, sieht man die Umgebung. Bis auf die animierten Gegner und den Introbildschirm gibt es nicht viel zu entdecken. Natürlich ist das für heutige Verhältnisse etwas wenig, aber damals war das Spiel einfach State of the Art. Soundtechnisch sieht es ähnlich aus, auf dem PC wird nicht viel mehr als Gepiepse aus dem internen Lautsprecher geboten. Die Steuerung von THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT muß man entweder lieben oder hassen. Sie ist zwar einfach, aber irgendwie auch tierisch umständlich. Das Spiel wird nämlich über die Tastatur gesteuert. Der Schwierigkeitsgrad ist wirklich happig. Ohne Grips und Englischkenntnisse kann man bei THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT keinen Blumentopf gewinnen. Dabei geht es durchaus noch schwerer, wenn man zum Beispiel an WIZARDRY 5 denkt. Wer diesen Klassiker nicht kennt und durchgezockt hat, so schwer es auch ist, kann sich nicht wirklich Computer Rollenspieler nennen. Denn er würde einfach eines der beste Games des Genres verpassen, das in jede Sammlung gehört. Es ist sozusagen Lifestyle. Also : You face one great game (2 x 5'25"). Will you choose to (B)uy or (R)un ? (B)uy!

Auf dem Nintendo Entertainment System hat sich bei THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT spielerisch nichts getan. Das Spiel ist immer noch das Gleiche. Es gibt aber zwei elementare Unterschiede. Erstens wurde das Spiel etwas entschärft und zweitens wird jetzt mit dem Joypad gesteuert. Diese Steuerung ist zu Anfang etwas verzwickt, aber man kommt nach einiger Zeit recht gut damit zurecht. Auch der Sound ist etwas besser. Ansonsten ist und bleibt THE BARD'S TALE 2 - THE DESTINY KNIGHT eines des besten Rollenspiele überhaupt.

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 2569
System: Nintendo NES