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Fire Emblem 4 - Seisen no Keifu

Fire Emblem 4 – Seisen No Keifu

Genre:Strategie
Herstellungsjahr:1994
Hersteller:Intelligent Systems


Jeder Zocker weiß. daß Spiele aus dem Hause Nintendo zu den besten Vertreter des jeweiligen Genres zählen. Mario tummelt sich in allen möglichen Spielarten auf dem Famicom, Game Boy, Super Famicom, N64 und jetzt dem Game Cube (den Virtual Boy vergessen wir besser). Fast jedes dieser Mario Games ist Klassenprimus der jeweiligen Gattung. Aber Nintendo hat mit Samus, Link und Fox noch weitere heiße Eisen im Feuer. Selbst im Rollenspielbereich macht die Sippe des italienischen Klempners eine gute Figur. Eines der wenigen Genres, in denen Nintendo scheinbar nicht so prominente Vertreter stellt, ist aus dem europäischen Blickwinkel der Kosim Bereich. Dies gilt jedenfalls für den amerikanischen und europäischen Markt, denn in Japan hat Nintendo mit seiner FIRE EMBLEM Reihe ein richtiges Pfund in Sachen RST im Feuer. Zusammen mit den Entwicklern von Intelligent Systems sorgt Big N schon seit den achtziger Jahre für Maßstäbe in diesem Genre. Obwohl viele Konsoleros meinen, SHINING FORCE von SEGA hätte die Geburtsstunde dieses Untergenres eingeleitet, täuschen sie sich. Schon auf dem guten Famicom bzw. NES wurde das erste Konsolenspiel dieser Machart präsentiert. FIRE EMBLEM 1 und 2 sind leider nie über die Landesgrenzen von Japan gekommen. Das Gleiche gilt auch für die drei Nachfolger für das Super NES.

Bei FIRE EMBLEM 4 handelt es sich also um ein rein japanisches Spiel. Dank dem Internet ist es heute kein Problem mehr sich eine Übersetzung als Textfile zu besorgen und nachdem diese Cartdrige nicht gerade leicht zu besorgen ist, muß man auch den Autoren der exzellenten Emulatoren dankbar sein, ohne die es nicht die kleine aber treue Fangemeinde geben würde, die zumindest bei Nintendo of America darauf drängt, daß der neusten Teil der Saga für den Game Boy Advance auch in westliche Gefilde gelangt. Nachdem ich auf die Situation und die Vorgeschichte von FIRE EMBLEM 4 eingegangen bin, sollte ich jetzt auch das Genre RST etwas präziser umreißen. Im Prinzip ist ein RST eine Mischung der Genres Rollenspiel und Strategie. Man steuert seine Charaktere allerdings nicht unbedingt durch Dörfer und Schlösser, sondern der Haupteil des Spiels spielt sich auf dem Schlachtfeld ab. Dabei ist das bestechende Element für ein RST die Tatsache, daß man nicht irgenwelche No-Name Truppen in die Gefechte führt sondern hauptsächlich, bei FIRE EMBLEM 4 ausschließlich, benannte Figuren in die Schlacht führt. Man hat also ein Art Rollenspiel Party zur Verfügung und nicht eine Armee. Die Charaktere haben wie im Rollenspiel alle detaillierte Werte und einen ausgearbeiteten Hintergrund. Diese Konstellation mischt die klassischen Spielelemente aus dem Strategiebereich geschickt mit der oft süchtig machenden Hatz nach Erfahrungspunkten. Ein RST ist also eine teuflische Mischung, die schlaflose Nächte garantiert.

Bevor wir uns die zahlreichen Spielelemente von FIRE EMBLEM 4 genauer anschauen, möchte ich noch schnell die Hintergrundgeschichte vorstellen. Die Geschichte spielt in einem Fantasy Königreich, in den schon die Vorgänger und auch Nachfolger spielten. Mord und Verrat sind in diesem Landstrich an der Tagesordnung und nach einem Überfall auf den Vater des Haupthelden kommen die Dinge erst richtig in Bewegung. Man macht sich als junger Adliger mit Namen Sigurd (mit blauen Haaren?) auf, das Chaos etwas einzudämmen. Als erstes darf man der schönen blonden Nachbarfürstin Edin zur Hilfe eilen. Die zwei ältesten Söhne der benachbarten Grafschaft haben einen Überfall auf das Schloß der Lady unternommen. Sigurd eilt mit seinen Gefährten Alec, Noish und Adan (dieser armer Kerl ist einzige häßliche Bursche auf Seiten der Guten) sofort los um den Schurken das Fürchten zu lehren. Schon nach der ersten Runde versagt Mideel, der selbsternannte Beschützer Edins und die Finsterlinge schleppen die fesche Dame davon. Gott sei Dank, kommen Sigurd und seinen Recken der Axtkämpfer Lex (oder Rex, L und R ist im Japanischen nicht ganz so einfach auseinanderzuhalten) und der Magier Azel zu Hilfe. Nach einer weiteren Runde treten der Rettungsmannschaft auch Sigurds Schwester Ethrin und ihr Mann Kyuwan, ebenfalls ein Adeliger, samt ihres Pagen Finn bei. Hat man erst einmal Edins Schloß befreit und auch der verzweifelte Mideel sich der Truppe angeschlossen, geht man zum Gegenangriff über.

Durch ganze zehn Szenarien, plus einer Bonusstage, muß man sich schlagen um wieder für Frieden und Ordnung zu sorgen. FIRE EMBLEM 4 ist ein unglaublich komplexes Spiel, an dem man einige Wochen zu beißen hat. Neben dem Kampfsystem, auf das ich später zu sprechen komme, sind die Charaktere von immenser Bedeutung. Man wird fast schon von der schieren Datenmenge erschlagen, die zu jeder Person abgerufen werden kann. Zu jedem Charakter gibt es gleich mehrere Bildschirme zur Ansicht der wichtigsten Daten. Zum Glück haben die Entwickler von Intelligent Systems gleich zwei Möglichkeiten zum Abruf der Daten bereitgestellt. Über eine Gesamtansicht kann man sich alle Charaktere gleichzeitig ansehen. Dabei richtet sich die Ansicht immer nach der gewählten Kategorie der Werte. Detaillierter aber auch umständlicher kann man sich seine Helden im Charakterbildschirm ansehen. Dabei wird immer nur ein Charakter angezeigt. In der ersten Ansicht kann man sich über die Charakterklasse und die wichtigsten Grundwerte, wie Attack, Defense, Hitpoint oder Magic Points informieren. Wichtig in diesem Menü ist auch die Information, wer mit wem ein Techtelmechtel hat, aber dazu später genaueres. Von diesem Fenster gelangt man zu zwei weiteren Untermenüs, in denen man sich im ersten Teil über die zahlosen Extrafähigkeiten der Herren und Damen ein Bild machen kann. Wer die japanischen Schriftzeichen entziffern kann sich über diese Skills im ausführlichen Hilfsmenü genauer informieren. Diese besonderen Talente sind für die Kampfhandlungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Im zweiten Unterfenster erhält man eine Auflistung über alle mitgeführten Waffen sowie deren Eigenschaften und Qualitäten. Eine weitere wichtige Informationsansicht kann per Tastendruck erreicht werden. Hier erhält man ausführliche Informationen, welcher heiligen Blutlinie ein Charakter entstammt. Dieser sogenannte Holy Blood Wert bestimmt nämlich welche Waffen ein Charakter benutzen kann und bis zu welchen Level er ein Gattung benutzen kann. Gleiches gilt auch für die magischen Fähigkeiten.

Um gleich bei den Waffen und Zaubersprüchen zu bleiben, kommen wir zu dem reichhaltigen Arsenal, das FIRE EMBLEM 4 zu bieten hat. Alle Waffen, Zaubersprüche und Zauberstäbe unterteilen sich in fünf Kategorien. Diese reichen von A (sehr gute Qualität) bis D (einfachste Ausführung). Die Kategorien zeigen zwar an, wie stark man mit einer Waffe zuschlagen kann, aber nicht notwendigerweise ist die A Klasse die beste Wahl, denn diese Gerätschaften sind auch schwerer zu benutzen. Die höchste Klasse ist mit einem Sternchen gekennzeichnet und kann nur von direkten Nachfahren einer Blutslinie verwendet werden. Diese Waffen müssen bis auf zwei Ausnahmen erst mühsam gesucht und gefunden werden. Außergewöhnlich an dem Waffensystem in FIRE EMBLEM 4 ist die Art und Weise, wie die Abnutzung der Waffen dargestellt wird. Jeder Gegenstand kann nur begrenzt oft eingesetzt werden, danach zerbricht die Waffe oder der Zauberstab. Man hat aber die Möglichkeit in den Schlössern auch während des Szenarios diesen Mißstand zu beheben. Aber trotzdem sollte man die Tauglichkeit seiner Hilfsmittel immer im Auge behalten.

Die Schlösser und Burgen, die, die Ausgangsbasis für die Kampagnen darstellen, spielen eine immens wichtige Rolle. Hier kann man nicht nur seine Waffen reparieren. Beim Pfandhaus kann man nicht mehr benötigte Ausrüchstung verkaufen oder im Lagerahaus einlagern. Im Laden kann man sich bei Bedarf auch neue Spielzeuge kaufen. Wer will kann sich beim Wahrsager über die Gefühlswallungen seiner Schützlinge informieren oder in der Arena ein paar Level machen. Die Arenakämpfe dienen auch zum Gelderwerb, denn Bares ist die Vorraussetzung für die Instandhaltung der Ausrüstung.

Bevor die bereits angedeuteten zwischenmenschlichen Beziehungen an die Reihe kommen, sollten wir uns mit dem Kampfsystem vertraut machen. Wer bereits Erfahrungen mit Spielen wie SHINING FORCE gemacht hat, findet sich schnell zurecht. Man zieht seine Figuren Zug um Zug. Erst kommen die Helden an die Reihe, dann folgen die Feinde und eventuelle Neutrale Gruppen. Auf vielen Karten gibt es sogar mehrere gegnerische Fraktionen. Wichtig beim Ziehen der Recken ist die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Fußsoldaten und berittenen Kriegern. Die Akteure, die per Pedes unterwegs sind können sich nur bewegen um anschließend eine Aktion oder nur eine Aktion ausführen. Die Reiter können sich in bewegen und Aktionen ausführen, egal in welcher Reihenfolge. Vorraussetzung dafür ist aber eine ausreichende Anzahl von Bewegungspunkten. Das Gelände modifiziert die Fortbewegung und die Kämpfe. Jede Waffengattung hat bestimmte Stärken und Schwächen gegenüber anderen Gattungen. Gleiches gilt auch für die Magie. So erzeugt Lichtmagie mehr Schaden gegenüber besonders bösen Zeitgenossen oder Lanzenkämpfer sind im Vorteil gegenüber Axtmännern. Diese wiederum sind für Schwertkämpfer besonders gefährlich. Lufteinheiten sind außerdem besonders anfällig für Angriffe von Bogenschützen. Man hat also eine Menge strategische und taktische Überlegungen zu treffen. Deswegen kann ein Szenario schon ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Erfahrungspunkte erhält man für das Erobern von Burgen, das Befreien von Dörfern (dafür gibt es auch Geld), dem Besiegen von Gegnern und dem Einsatz von Magie oder Zauberstäben. Je nach Erfahrungsstufe des Gegners im Zusammenspiel mit dem eigenen Level errechnen sich die Erfahrungspunkte für erfolgreiche Kämpfe. Erreicht man mit einer seiner Figuren den zwanzigsten Level, kann man diesen in eine bessere Charakterklasse in der eigenen Ausgangsbasis befördern. Einige Charaktere wie Sigurd können leider nicht befördert werden. Sollte man einen Charakter im Kampf verlieren, bleibt einem nichts anderes übrig als neu zu laden. Denn erstens kann man auf fast keinen Helden im ersten Teil der Geschichte verzichten und zum anderen erhält man erst sehr spät die einzige Möglichkeit Personen wiederzubeleben. Zum Glück kann man vor jedem Zug speichern, solange man noch keine Figur bewegt hat. Sollten die Hitpoints im gefährliche Bereich sein heißt es, Heilung durch einen Verbündeten oder Rückzug zu einem der weit verstreuten Tempel. Nur die Kämpfe in der Arena sind nicht tödlich, sollte man aber verlieren bleibt einem nur noch ein Punkt Lebensenergie übrig. Besonders harte Gegner muß man also mit viel List und Tücke, am besten mit Distanzwaffen erledigen. Auch wichtig ist, daß nur der Hauptheld Sigurd feindliche Schlösser erobern kann, der Gute muß also einiges an Kilometern ablaufen.

Der Grund, warum man bei FIRE EMBLEM 4 auf keinen Charakter verzichten kann ist recht simpel. Man braucht jeden Mann und vor allem jede Frau für die Fortpflanzung. Denn die Gesamtgeschichte teilt sich in zwei Abschnitte. Während der ersten fünf Szenarien kämpft man mit Sigurd, ab dem Sechsten mit Selis (oder Celis) seinem Sohn und den Nachfahren der ersten Generation. Aus dem ersten Abschnitt wird nur Finn, der Page von Ethrin, im zweiten Teil eingesetzt. Man muß also neben den Kampfhandlungen alles versuchen, um seine Leute zu verkuppeln. Dazu sollte man zuerst im Charakterbildschirm nachschauen, ob ein Charakter den Wunsch verspürt mit jemanden einen Plausch abzuhalten. Dort werden auch eventuelle Gegner angezeigt mit denen man sich unterhalten kann und so auf die eigene Seite ziehen kann. Unterhaltung ist das Alpha und das Omega in FIRE EMBLEM 4. Grundsätzlich sollte man weibliche Feinde erst nach ein paar Dialogversuchen, auch wenn die komplette männliche Belegschaft aufmarschieren muß, tätlich angreifen, denn die Damen sind einfach zu wichtig für die Nachwuchsgestaltung. Ein kleiner Tipp am Rande, Ayra der schwarzhaarige Wildfang im zweiten Szenario, ist ganz schön schwer zu überzeugen, aber dafür bekommt man die beste Kampfmaschine im ersten Abschnitt und ihre Kinder sind sehr wertvoll im zweiten Teil. Um sie zu überzeugen muß man mit Sigurd das Schloß erobern und anschließend mit ihr sprechen. Dabei muß man aber höllisch aufpassen, nicht von ihr über den Jordan geschickt zu werden. Um die Paarbildung zu unterstützen sollte man die ausgewählten Akteuren stets nebeneinander positionieren. Sind alle Damen verteilt, darf man nicht vergessen im sechsten Szenario den Liebenden ein Schäferstündchen zu gewähren. Neben der Nachkommenschaft haben Liebende auch noch weitere Vorteile. So können sie miteinander Geld austauschen, was die schwierige finanzielle Situation etwas entlastet. Nebeneinander postiert erhalten sie eine Angriffsbonus, den auch Verwandte Charaktere erzeugen können also Ethrin und Sigurd oder Edwin und Bridget. Ein besonderer Spaß ist natürlich das Herausfinden der besten Kombinationen, denn die Nachkommenschaft erhält nicht nur bestimmte Fähigkeiten der Eltern sondern auch das Holy Blood vererbt. Daraus ergeben sich eine schier unglaublich große Vielzahl an Möglichkeiten und so muß man das Spiel schon ein paar Mal durchspielen um alle Charaktere gesehen zu haben. Wer bei der Kuppelei versagt wird in der zweiten Generation mit Standardpersonal abgespeist, das meilenweit hinter den Originalen zurückliegen. Auch gehen so wichtige Ausrüstungsgegenstände verloren, denn diese konnten ja nicht weitergegeben werden.

Weitere Details zu den angesprochenen Themen oder eine Erklärung des Charakterklassensystems würde dieses Mammutreview sprengen. Gleiches gilt auch für die geheimen Waffen und Fähigkeiten. Wie bereits gesagt ist FIRE EMBLEM 4 äußerst komplex und läßt Spiele von der Klasse SHINING FORCE, OGRE BATTLE; LANGRISSER oder FINAL FANTASY TACTICS ziemlich alt aussehen. Nicht umsonst ist die FIRE EMBLEM Reihe einer der wichtigsten Verkaufsschlager in Japan, der sich nur noch der Giganten SUPER MARIO, ZELDA und DRAGON QUEST beugen muß. Technisch präsentiert sich FIRE EMBLEM 4 selbst für heutige Verhältnisse in erstklassiger Verfassung. Die Grafik ist bunt und schön gezeichnet, liegt aber etwas hinter dem Animestandard von SHINING FORCE zurück. Dafür wird man mit herrlichen Intro und Extro belohnt und für männliche und männliche Spieler bieten die Charaktere für jeden Geschmack etwas passendes. Die musikalische Untermalung ist ebenfalls von exzellenter Güte und hat zum Teil Ohrwurmqualität. Die Menüführung und die Steuerung ist vorbildlich und sorgt für Komfort im Liebes- und Kampfstress. Im Genre RST gibt es eigentlich nur einen wirklichen Konkurrenten, der spielerisch an FIRE EMBLEM 4 herankommt, nämlich der fünfte Teil der Saga (das letzte Super Famicom Spiel überhaupt), der aber noch vor mir liegt. Für Fans von anspruchsvollen und unterhaltsamen Spielen, ist FIRE EMBLEM 4 ein zwingender Grund Japanisch zu lernen. Ansonsten entgeht ihnen eines der besten Spiele für das Super Famicom (für mich die eindeutige Nummer zwei hinter FINAL FANTASY 6). AJM/FTL of RAMS-es rät zum Kauf.

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 5508
System: Nintendo SNES
  

 
Posted by Anonymous on Jul 30, 2004 - 11:04 AM
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Posted by Anonymous on Mar 16, 2004 - 02:16 PM
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