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Mewilo

Mewilo

Es dürfte manchem Leser meiner Reviews schon aufgefallen sein, daß ich mit Games und Software aus Frankreich eher auf dem Kriegsfuß stehe. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Eine davon ist das 1988 erschienene Grafik Adventure MEWILO von Coktel Vision. Es erschien zunächst für den in Frankreich sehr populären Amstrad CPC . Die Portierungen für Commodore Amiga und C64, Atari ST und die persönlichen Rechenknechte folgte noch im gleichen Jahr. Dazu kommt noch eine spezielle Commodore C128 Version, die, die leicht verbesserten technischen Fähigkeiten dieses Systems ausnutzt. Im eigentlichen Spiel merkt man davon aber herzlich wenig. Zu den Besonderheiten der einzelnen Systeme, sofern sie überhaupt vorhanden sind komme ich allerdings zum Schluß. Jetzt machen wir uns erst mal auf in die Karibik.

In MEWILO geht auf Martinique, einer wichtigen französischen Kolonie in den westindischen Inseln, wie alle Veteranen von PIRATES! wissen sollten, ein Geist umher und treibt sein gar schreckliches Unwesen. Die Einwohner befinden sich in einem Zustand des Schreckens. Als Spieler übernehmen wir nun die Rolle eines Experten für die Aufklärung von übersinnlichen Phänomenen. Die französische Regierung entsendet uns mit dem Auftrag die unerklärlichen Vorgänge zu untersuchen nach Martinique. Wir also am 07. Mai 1902 kurz vor dem berühmte Ausbruch des Vulkans Pelee, der die Stadt St. Pierre völlig zerstört in der Karibik an. Unserem Alter Ego bleibt ergo nicht all zu viel Zeit den Rätseln auf die Spur zu kommen.

Da ist es richtig praktisch, daß wir uns, dank unserer paranormalen Kräfte in einen Kolibri verwandeln können und so schneller die Örtlichkeiten wechseln können. Auf Martinique begegnen wir zahlreichen Gestalten, die uns durchaus helfen können. Dummerweise haben die Einheimischen etwas gegen die französische Kolonialverwaltung (ein Glück für sie, daß sie sich nicht durchgesetzt haben!) und sind zunächst nicht gerade hilfsbereit. Aber mit etwas List und Tücke lockern wir ihre Zungen. Manche veranstalten sogar ein kleines Landeskunde Quiz mit uns, bevor sie wertvolle Informationen ausspucken, bei anderen reicht auch ein kleines Gastgeschenk. Auf diese Weise kämpfen wir uns durch die Insel und kommen der Auflösung des Rätsels immer näher. Wie bereits erwähnt sollte man dabei ein ordentliches Tempo vorlegen, denn die Zeit ist knapp.

Die Ausstattung von MEWILO ist recht opulent geraten. Neben einer kleinen Landkarte der Insel, einem ausführlichen Handbuch, liegt auch noch eine Erzählung des Antillenautors Patrick Chamoisea bei, in der die Bitterkeit und der Gram der Ureinwohner von Martinique, den Awaken Indianern geschildert wird. Hier findet man auch zahlreiche Informationen zur Geschichte der Insel. Aber auch technisch weiß MEWILO für den damaligen Stand der Technik zu überzeugen. Die farbenfrohen Grafiken von MEWILO werden durch karibische Klänge der Gruppe Malavoi unterlegt. Von diesen Musikern liegt auch eine Musik Kassette bei. MEWILO ist nicht nur ein spannendes Adventure, sondern stellt auch sehr eindrucksvoll die Gefühle der damaligen Bewohnern der Insel dar. Der Hintergrund dieses Spiels basiert auf authentischen Geschehnissen, so daß auch einiges an historischen Fakten in MEWILO vermittelt wird. Gesteuert wird in MEWILO mit Maus und Tastatur, auf den 8 Bit Computern natürlich auch mit dem Joystick. Wer sich für etwas ernstere Adventures begeistern kann ist mit MEWILO gut bedient, zumal das Spiel auch komplett in Deutsch erhältlich ist. Auf in die Karibik!

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 2340
System: Commodore Amiga