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Deja Vu 1 & 2

Deja Vu 1 & 2

Genre:Adventure
Herstellungsjahr:1999
Hersteller:Icom Simulations / Kotobuki Systems


Ganze zwölf Jahre nach dem ersten Erscheinen von DEJA VU auf dem PC brachte Kotobuki Systems noch einmal beide Teile der Serie für den Game Boy Color auf dem Markt. Deshalb stelle ich beide Teile noch einmal vor und komme erst am Schluß zu den Besonderheiten dieser Collection von Kotobuki Systems.

Icom Simulations führte als erste Software Firma überhaupt, eine Menüführung und Steuerung bei Adventures ein, die auf Icons beruhte. DEJU VU war also noch lange bevor LEISURE SUIT LARRY das Licht der Welt erblickte, das erste Adventure, das nicht mehr als Text Adventure einzuordnen ist. Das Spiel erschien zuerst auf dem Apple Macintosh und wurde etwas später auch für IBM Personal Computer umgesetzt. Das Spiel dreht sich um das Chicago der dreißiger Jahre. Man hat es also mit wenig Alkohol und vielen Gangstern zu tun. Man übernimmt die Rolle des Privatdetektivs Ace Harding, der ordentlich in die Scheiße (Tut mir leid, aber man kann es nicht besser formulieren) getreten ist.

Man wacht auf und der Kopf unseres Alter Egos Ace Harding schmerzt, als ob er eine mehrwöchige Zechtour hinter sich gebracht hätte. Ein ganz gewaltiges Katzenvieh muß auf unserem Kopf sitzen. Das schlimmste aber ist, daß man sich an überhaupt nichts erinnern kann. Man weiß sogar seinen Namen nicht mehr, ganz zu schweigen davon wo man sich befindet. Das Gedächtnis von Ace Harding ist wie weggefegt. Der Umstand, daß man in einer Herrentoilette einer schmuddeligen Bar aufwacht hilft nicht viel weiter. Denn das Etablissement ist geschlossen und keine Menschenseele zu sehen. Es sein denn, man kann die Leiche im ersten Stock als solche noch bezeichnen. Der Arme Kerl wurde anscheinend mit einer Pistole erschossen, die unserem Revolver verdammt ähnlich sieht. Au Backe!

Die Lage wird sogar noch schlimmer, denn man erhält grundsätzlich keine Antworten sondern meist nur weitere Fragezeichen. Wer hat uns unter Drogen gesetzt? Warum hat er dies getan? Und wer ist die Leiche? Komisch ist auch, daß die Polizei bereits nach uns fandet, obwohl die Leiche doch noch gar nicht gefunden und gemeldet wurde. Die wichtigste Frage aber ist, warum die Spülung auf der Damentoilette, wenn sich schon mal die Gelegenheit bietet, kaputt ist? Zu allem Überfluß scheint auch noch unser persönlicher Freitag der Dreizehnte zu sein. Denn neben der Polizei, der organisierten Kriminalität sind auch gewöhnliche Straßenräuber und sogar ausgewachsene Alligatoren hinter uns her. Wer all diese Probleme lösen kann, wird mit stolzer Brust mindestens zwei Wochen durch die Gegend stapfen.

DEJA VU ist wie bereits gesagt von den Entwickler auf Komfort ausgerichtet worden. Alle Aktionen werden mit der Maus ausgeführt. Dazu hat man mehrere Verben auf dem Bildschirm eingeblendet. Diese können mit den unterschiedlichen Gegenständen verknüpft werden. Zum Beispiel wenn man seinen Ballermann an dem gefräßigen Alligator erproben will, muß man zuerst Operate auswählen, dann auf den Revolver klicken und zum Schluß nochmals auf den Alligator und schon bekommt das Vieh eine blaue Bohne verpaßt. Will man einen Raum untersuchen klickt man einfach auf Examine und dann in das dargestellte Bild. Die Tastatur wird nur zur Eingabe von Filenamen beim Abspeichern oder von Codezahlen gebraucht.

DEJA VU war damals eine richtige Sensation. Heute sind wir leider schon etwas verwöhnt und können nicht mehr mit der gleichen unverbrauchten Begeisterung an Spiele herantreten. Die Story ist ganz schön kompliziert, reicht aber noch nicht an klassische Infocom Adventures heran. Wer aber genau aufpaßt und die Ansichten genau untersucht wir schon weiter kommen. Außerdem wird die Story von DEJA VU auf humorvolle Weise erzählt. Man bekommt Einiges zu lachen. Grafisch bietet DEJA VU nach heutigen Maßstäben nur verpixelte Standbilder. Damals war aber nicht mehr möglich und die EGA Grafikkarte wurde vollends ausgenützt. Der Sound und die Musik sind von ähnlicher Qualität. Sie würden also heute keinen mehr begeistern. DEJA VU muß man einfach gespielt haben, ansonsten kann man in Sachen Adventures überhaupt nicht mitreden, also holt Euch ein Exemplar. Viel Spaß beim Suchen!

Adventures sind auf Konsolen eher selten und so ist es eine positive Überraschung, daß DEJA VU von Mindscape im Jahr 1988 für das NES umgesetzt wurde. Grafik und Sound gehen in Ordnung, sind aber nicht so toll wie auf den 16-Bitern. Die wichtigste Änderung war die Umstellung der Steuerung auf das Joypad. Dieses Unterfangen ist zum Glück ganz gut gelungen. Zwar muß man sich erst einmal umgewöhnen, aber dann geht es recht flott dahin. Spielerisch sind alle Elemente erhalten geblieben und man kann DEJA VU auch auf dem NES empfehlen.

Die ganze zwölf Jahre später erschienene Version von DEJA VU für den Game Boy Color von Vatical und Kemco ist fast identisch mit der NES Version. Der Bildschirm ist etwas kleiner und dadurch unübersichtlicher. Aber auch auf dem farbigen Handheld ist das Spiel gut zu spielen. Ein Adventure für Unterwegs ist doch eine feine Sache.
Der erste Teil von DEJA VU sorgte im Jahr 1987 für gehörig Aufsehen. Das einzigartige Menüsystem das sich die Entwickler von Icom Simulations ausgeacht hatte, war wegweisend für alle späteren Adventures. Der zweite Teil DEJA VU 2 - LOST IN LAS VEGAS gehört zu den besten Titeln in Sachen Kriminalität die es bis heute gegeben hat.

Der Gangsterboß Tony Malone vermißt 113.000 US Dollar. Dieser Umstand würde unser Alter Ego mit Namen Ace Harding als anständigem Privatdetektiv eigentlich nicht weiter stören. Doch der fiese Tony glaubt, wir wüßten wo seine Knete ist. Um seinem Verdacht Nachdruck zu verleihen hetzt er uns seine Schläger auf den Hals. Es liegt als in unserem Interesse das Geld möglichst schnell zu finden, ansonsten ist es um unsere Lebenserwartung nicht gerade gut bestellt. Also lassen wir uns von Chicago nach Las Vegas zu Tony bringen. Es gibt nämlich auch noch das Gerücht, daß Joey Siegel (eine Anspielung auf Bugsy), die Leiche aus dem ersten Spiel in Verbindung zu Tony Malone stand. Wir kommen mit dem fiesen Verbrecher überein, daß wir eine Woche Zeit haben um das Geld wieder zu beschaffen. Damit wir keine krumme Dinger drehen können schickt Tony uns Stogie Martin als Aufpasser mit.

Nach dieser Vorgeschichte beginnt das eigentliche Spiel im Badezimmer des Las Vegas Lucky Dice Hotels und Casinos. Bevor wir das Badezimmer verlassen kleiden wir uns aber erst an. In der Hose befindet sich unser Wohnungsschlüssel und unsere Brieftasche, in der sich zwei Zeitungsausschnitte finden lassen. Der Erste zeigt unser Alter Ego Ace Harding im Boxring mit unserem alten Sparringspartner Rudy Kowalski und auf dem zweiten Zettel steht die Adresse von Joey's Bar. Außerdem verfügen wir über unser Ausweispapiere und lumpige 22 Dollar und 25 Cent. Beim Verlassen des Badezimmers erschient zum ersten Mal Stogie Martin. Jedesmal, wenn dieser Zeitgenosse auftaucht und uns mitteilt, daß wir nicht mehr viel Zeit haben, läßt es einen Zigarrenring fallen, den wir mitnehmen. Im Schlafzimmer holen wir uns noch schnell den Zugfahrplan. Alles andere ist eher unwichtig. Jetzt wollen wir erst einmal unser Glück im Spiel ausprobieren. Dazu gehen wir in die Lobby und wechseln dort zehn Dollar in Chips um. Jetzt suchen wir unseren Kumpel Rudy in den Black Jack Zimmern. Wir lesen zur Orientierung einfach die Namensschlider an den Türen. Auf dem Weg sollte man es vermeiden seinen Quarter in einen Automaten zu stecken, denn wir brauchen die Münze noch später. Rudy erinnert sich leider nicht mehr an uns, deswegen zeigen wir ihm den Zeitungsausschnitt. Dadurch kommen seine grauen Zellen in Gang und er zwinkert uns zu. Jetzt können wir beim Black Jack abräumen. Dabei sollte man sich beeilen, denn Rudy läßt sich bald ablösen. Danach tauscht man die gewonnen Chips wieder gegen harte Dollars um.

Mit jetzt deutlich mehr Geld in den Taschen verlassen wir das Casino und machen in Richtung Westen in die Wüste auf. Dort finden wir Reifenspuren, denen wir bis zu einer verschlossenen Wäscherei folgen. Nachdem wir keinen Einlaß finden können, gehen wir in die andere Richtung zum Bahnhof von Las Vegas. Dort angekommen gehen wir schnurstracks zur Gepäckaufnahme. Dort können wir uns nämlich über die Abfahrtszeiten der Züge informieren. Sollte bei der Verbindung Chicago "En Route" stehen gehen wir zum angegebenen Gleis und warten auf den Zug. Im Zug müssen wir schnellstens den Schaffner finden und die Fahrt bezahlen, ansonsten steht man wieder dumm am Bahnhof. In Chicago kaufen wir uns erst einmal für den Quarter eine Zeitung. In dieser finden wir die Adresse des Leichenschauhauses. Dieser Ort ist unser nächstes Ziel und so rufen wir uns ein Taxi. Wie es der Zufall will ist der Fahrer, Gabby ein alter Freund. Er ist taub und kann nicht von den Lippen ablesen, dafür fährt er uns umsonst. Wir müssen ihm die Adresse aus der Zeitung zeigen, da er uns sonst nicht versteht. Wir wollen aber kurz nach Hause und unsere Zigaretten holen, also zeigen wir erst unseren Führerschein. Die Wohnungstür öffnen wir mit dem Schlüssel aus unserer Hose und stehen entsetzt vor einem Chaos. Stogie hat unsere Wohnung komplett auf den Kopf gestellt. Den Zigarrenring den wir finden packen wir zu dem ersten ins Inventar. In einer auf dem Boden liegenden Schublade finden wir unser Taschenmesser und zwei weitere Schlüssel. Im Bad holen wir aus unserem Bademantel den 38er und unser Geldreserve. Die Patronen sind in einer kleine Kiste versteckt. Wir laden unseren Ballermann und nehmen beim Verlassen der Wohnung noch schnell die Taschenlampe mit. Im Gang öffnen wir mit dem kleinen Messingschlüssel den Briefkasten. Besonders viel Post haben wir nicht bekommen. Bei dem einen Schreiben handelt es sich um den Einberufungsbescheid zur Marine, den wir aber sofort wegschmeißen. Auch die beiden anderen Briefe sind eher unwichtig. Also packen wir das ganze Papier wieder zurück in den Kasten. Nun besteigen wir wieder das Taxi, das immer noch vor dem Haus wartet und fahren zu den Leichen.

DEJA VU 2 - LOST IN LAS VEGAS ist ein recht komplexes Adventure, wie man aus dem Geschilderten entnehmen kann. An allen Ecken und Enden lauern Sackgassen und rote Heringe. Neben der interessanten Story, die geschickt an die Vorgeschichte anknüpft ist die Steuerung von DEJA VU 2 - LOST IN LAS VEGAS das wahre Glanzstück. Man muß nicht ein einziges Wort eintippen. Alle Aktionen werden komplett über Icons gesteuert. Um zum Beispiel eine Flasche zu öffnen klickt erst auf das Verb "Open", die Befehle befinden sich im oberen Abschnitt des Bildschirms, und anschließend auf die Flasche im Inventar auf der linken Seite. Technisch hat sich bei DEJA VU 2 - LOST IN LAS VEGAS nicht viel getan. Die Grafik und der Sound sind etwas verbessert worden, mehr aber auch nicht. Auch sind die Handlungsmöglichkeiten durch die begrenzte Anzahl Befehle etwas eingeschränkt. Dafür wird der Spieler bei DEJA VU 2 - LOST IN LAS VEGAS mit einer spannenden Geschichte und witzigen Texten entschädigt. Das Programm ist komplett in Englisch und so sollte man über ausreichend Sprachkenntnis verfügen. DEJA VU 2 - LOST IN LAS VEGAS ist absolut zu empfehlen.

Kotobuki Systems hat ganze Arbeit geleistet und beide Spiele sehr gut umgesetzt. Aber Vorsicht! Das ganze gibt es bei Kotobuki Systems nur auf Japanisch. Grafisch wird der gleiche Standard wie bei der angesprochenen NES Version geboten. Wer sich mit den Abenteuern von Ace Harding einmal in japanischer Sprache beschäftigen will, kann es bei dieser Collection tun. Es soll aber auch noch eine amerikanische Version geben. Diese besitze ich aber leider nicht und kann deswegen keine Angaben zu dieser Version machen. Dann würde allerdings die Zielgruppe deutlich größer werden.

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 3207
System: Nintendo Game Boy