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Lords of Doom

Lords of Doom

Genre:Rollenspiel
Herstellungsjahr:1990
Hersteller:Attic / Starbyte


Das Thema Horror als Hintergrund für Computerspiele, wurde lange Zeit recht stiefmütterlich behandelt. Erst mit den steigenden technischen Möglichkeiten wagten sich zahlreiche Entwickler an diese Thematik heran. Bessere Leistung in den Bereichen Grafik und Sound waren einfach notwendig, um die notwendige Atmosphäre erzeugen zu können. Mit LORDS OF DOOM kommt einer der ersten Vertreter dieses Genres gleich auch noch aus Deutschland. Das kleine aber feine Entwicklerteam um Guido Henkel, Attic zeichnete sich für das Spiel verantwortlich. Bei den Namen Attic und Guido Henkel sollte es eigentlich bei den meisten Spielern klingeln. Diese Kombination brachte nämlich auch die Softwareadaption des schwarzen Auges heraus. Mit LORDS OF DOOM wurde ein Grundstein für den späteren Erfolg gelegt. Das Spiel ist eine spannende Mischung aus Adventure und Rollenspiel.

Unsere Lieblinge oder Alpträume aus dem Fernsehen treten in LORDS OF DOOM in Aktion. Der faulige Zombie, der zottelige Werwolf, der garstige Vampir und die alte gute Mumie haben ihre Gewölbe verlassen und verbreiten ihren Schrecken im Land. Diese vier Monster, die sogenannten LORDS OF DOOM schließen einen Pakt, um die Menschen zu willenlosen Kreaturen der Nacht zu machen. So scheint das Schicksal der Erde besiegelt zu sein. Unbemerkt haben die finsteren Gesellen das kleinen Wüstenstädtchen Vertic unter ihre Kontrolle gebracht und alle Einwohner in Untote verwandelt. Nur sehr wenige Glückliche sind den Scharen der Finsternis bisher entkommen. Konkret, sind es eigentlich nur noch vier Personen, die noch nicht verwandelt wurden.

Diese vier tapferen Gesellen, sind dann auch zu Beginn von LORDS OF DOOM unsere Charaktere. Allerdings können wir erst einmal nur zwei davon steuern. Unser erster Held ist eine ziemlich technisch bewanderte Frau, die ein nette selbst gebastelte Bombe mit sich führt. Sie heißt Sharon McGillis. Charlie Jackson ist der andere Charakter der uns zu Anfang zur Verfügung steht. Er ist nur sehr spärlich ausgerüstet und ist der typische Durchschnittsrambo. Wie bereits erwähnt, geistern in der Stadt neben zahllosen Untoten noch zwei weitere Helden durch die Gegend. Natürlich sollte man sich schleunigst auf die Suche nach diesen beiden machen. Der gefürchtete Vampirjäger Abraham Van Halen, anscheinend ein entfernter Verwandter des guten alten Van Helsing, und eine gewisse Susan Leicester sorgen für die nötige Schlagkraft, um mit der Armee der Untoten aufzuräumen.

Da uns ein Transportmittel fehlt, um aus der Stadt zu entkommen, machen wir uns zuerst einmal zu einer kleinen Erkundungstour auf. Die drei farbigen Balken unter den Portraits unserer Helden, geben uns Auskunft über deren Wohlbefinden. Jeder Held kann leider nur maximal sechs Gegenstände mit sich führen. Von daher sollte man sich schnell einen geeigneten Lagerraum suchen, um überzählige Dinge sicher lagern zu können. Unser erstes Ziel ist das Kino. Dort können wir etwas Popcorn und eine Flasche Limonade finden. In der Bücherei gegenüber finden wir, ganz überraschend, ein Buch von Jonathan Harker. In diesem Werk werden wir über die Schwächen von Vampiren informiert. Besonders die Armbrust fürchten diese fiese Wesen. Da wir nicht unnötig Zeug durch die Gegend schleppen wollen, legen wir das Buch wieder an seinen Platz zurück und steuern das nächste Gebäude an. Dort angekommen beobachten wir, wir irgend etwas oder jemand durch eine Tür verschwindet. Dummer Weise läßt sich der Durchgang von uns nicht öffnen und wir müssen woanders weiter forschen. In einer verwaisten Gärtnerei finden wir neben einer Schaufel und einem Stück Wasserschlauch, auch noch eine merkwürdige Pumpe, für die sich sicherlich ein Anwendungsmöglichkeit finden wird, gibt es. Wenn man nämlich mit den Gegenständen im Inventar herum spielt, stellt man fest, daß sich die Pumpe mit dem Schlauch verknüpfen lassen.

In einer Schmiede entdecken wir eine Rolle Draht und freuen uns sehr über eine handliche Brechstange. Mit diesem Werkzeug, sollte es uns doch möglich sein die Tür im Restaurant zu knacken. Aber auch als Waffe läßt sich das Ding gut einsetzen, wie der Werwolf, der uns kurz darauf begegnet feststellen muß. Einen Benzinkanister finden wir im nächsten Gebäude. Da können wir doch gleich mal unsere Schlauchpumpe ausprobieren. Es läßt sich nämlich ein kleiner feiner tragbarer Flammenwerfer basteln. Somit können wir unser eher bescheidenes Waffenarsenal deutlich erweitern. Leider ist Sharon mittlerweile etwas schlapp und so geben wir ihr etwas Nahrung und schalten auf Charley um. Bei LORDS OF DOOM kann man nämlich seine Charaktere auch einzeln durch die Pampa schicken. Zusammen ist man aber besser vor Angriffen geschützt. Mit Charley besuchen wir die Schreinerei. Dort kommt es zu einem kurzen aber heftigen Gefacht mit einem Vampir. Dieser hätte sich vielleicht doch nicht in die Nähe von Äxten, Hämmern und Holzpflöcken begeben sollen, denn mit diesen Hilfsmittel pfählen wir den Unhold kurzerhand. Mit der Axt lassen sich auch die anderen Untoten recht einfach beseitigen.

Derart ausgerüstet erforschen wir nun einmal das große Haus im Norden der Stadt. Den Schlüssel zu dem Anwesen können wir im Gebüsch finden. Im Haus selber untersuchen wir gründlich sämtliche Räume. In einem der Zimmer findet Charley dann endlich die heiß ersehnte Armbrust. Auch ein paar leere Flaschen und ein Amulett lassen sich in unserm Besitz bringen. Im Lagerraum des Hauses finden wir zudem noch ein riesiges leeres Gefäß. Dies können wir aufgrund der Größe aber nicht mitnehmen, aber wir machen uns eine geistige Notiz. Die Schatztruhe die wir ebenfalls entdecken, läßt sich leider nicht so einfach öffnen und Charley muß sich einige vergiftete Nadelstiche gefallen lassen. Frustriert setzen wir unsere Suche fort. In einem Notizbuch können wir die Adresse des berühmten Van Halen ermitteln. Wir wissen aber leider nicht, wo sich dieses Gebäude befindet. Also marschieren wir flux zum Postamt und benutzen den Telegrafen, um mit unserem Freund in Kontakt zu treten. Kurz darauf erschient Van Halen in der Post und auch gleich seine Assistentin Susan Leicester mitgebracht. Nun hätten wir unsere Party zusammen. Jetzt müssen wir aber für noch mehr Nahrung und Waffen sorgen. Jetzt geht das Abenteuer von LORDS OF DOOM erst richtig los. Die Flaschen die wir gefunden haben füllen wir natürlich in der Kirch erst einmal mit Weihwasser. Dort nehmen wir auch das Kruzifix von der Wand, es könnte doch ganz nützlich sein. Auf dem Gottesacker hinter der Kirchen können wir mit der Schaufel aus der Gärtnerei ein paar Häufchen geweihter Erde in unseren Besitz bringen. Weiter möchte ich aber nicht von der Handlung in LORDS OF DOOM verraten. Ihr sollt auch noch Euren Spaß haben!

Kommen wir also zur technischen Präsentation von LORDS OF DOOM. Das Spiel ist das Erst aus der Feder von Guido Henkel, das ohne das altbewährte Texteingabesystem auskommt. Statt nerviger Tipperei wird LORDS OF DOOM komplett mit der Maus oder dem Joystick gesteuert. Alle Aktionen gehen also leicht von der Hand. Die Grafik kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Auf den 16-Bit Systemen und dem Personal Computern wird die düstere Stimmung noch durch digitalisierte Effekte verstärkt. Die Sound Effekte und die musikalische Untermalung sind von ähnlicher Qualität. Die Version für den C-64 bleibt etwas zurück ist aber immer noch gut spielbar. Abschließend bleibt nur noch zu konstatieren, daß LORDS OF DOOM ein wirklich hervorragendes Spiel ist. Die Mischung aus Adventure und Rollenspiel ist sehr gelungen. Auch die Innovation, daß man seine Party splitten kann, muß noch einmal hervorgehoben werden. LORDS OF DOOM hat es in jedem Fall verdient gespielt zu werden. Also schärft die Pflöcke!

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 2566
System: Commodore Amiga