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Crossbow - The Legend of William Tell

Crossbow - The Legend of William Tell

Genre:Action-Adventure
Herstellungsjahr:1990
Hersteller:All Saints Developments


Es kommt ja doch recht selten vor, daß deutsche Klassiker versoftet werden, um so verwunderlicher finde ich es, daß sich gerade die englische Firma All Saints Developments an den Wilhelm Tell Stoff frei nach Friedrich Schiller gewagt hat (vielleicht kommen wir ja irgendwann auch einmal in den Genuß der Räuber). Was bei dieser Versoftung herausgekommen ist, nennt sich CROSSBOW - THE LEGEND OF WILLIAM TELL und ist ein sehr Action betontes Action-Adventure. Wie die Jungs auf diesen Stoff gekommen sind, bleibt mir auf ewig schleierhaft. Aber vielleicht liegt es auch an der TV Serie, die das Leben des schweizerischen Nationalhelden zum Inhalt hat, jedenfalls steht auf der Verpackung des Spiels etwas in dieser Richtung.

Wir übernehmen also die Rolle des eidgenössischen Nationalhelden Wilhelm Tell und machen uns auf das arme geknechtete Land von der Herrschaft des fiesen habsburgerischen Landvogts Gessler zu befreien (wer sich tiefer mit der Frühgeschichte der Habsburger beschäftigen will, würde ich "Krieger - Die Habsburger im Mittelalter" und "Im Hof - Geschichte der Schweiz", beides als Kohlhammer Taschenbücher erschienen, empfehlen). Als Wilhelm Tell machen wir uns auf den Weg zur Burg, dabei stellen sich uns die Schergen des Landvogts in den Weg und diese gehen gar nicht zimperlich mit uns um. Zum Glück wagt sich der gewöhnliche schweizerische Berufsrevoluzzer nicht ohne sein Waffenarsenal, und damit ist nicht das Taschenmesser gemeint, aus dem Haus. Im Angebot befinden sich neben der handliche Axt auch kleine und große Schwerter, Morgensterne, Armbrüste und Keulen. Im Wald lassen sich auch immer wieder länger Stecken finden, mit denen es vortreffkich gelingt den Bütteln eins auf die Nase zu geben. Die meisten dieser Gegenstände muß man nämlich erst einsammeln. Zum Teil hinterlassen geschlagene Gegner ihre Waffen oder man holt sie sich aus den Behausungen am Wegesrand. Um in diese Hütten zu gelangen braucht unser Wilhelm aber erst einmal den passenden Schlüssel. Neben Waffen und Rüstungen finden wir dort auch dringend benötigte Nahrungsmittel. Diese frischen nämlich die im Kampf verloren gegangene Energie wieder auf. Auf dem Weg zu Landvogt Gessler hat es Wilhelm Tell nicht leicht. Neben den Schergen des Vogts, greifen uns in den tiefen Wäldern auch wilde Tiere an. Allgemein muß man im Kampf darauf achten, welche Waffe man benutzt, denn nicht alle sind gleich wirksam gegen bestimmte Gegner.

Damit CROSSBOW - THE LEGEND OF WILLIAM TELL nicht zu sehr die Action betont haben die Jungs von All Saints Developments eine Geleitbulle versteckt, ohne die man nicht in die Burg gelangen kann. Ist dies geschafft muß man sich nur noch zum Gemach Gesslers vorkämpfen und das Spiel ist schon fast gelöst. Dann wird nämlich Rache geübt. Wie jedes Kind weiß, zwang Gessler Wilhelm Tell dazu einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Dieses grausame Spiel funktioniert aber auch anders herum, nun steht Gessler am Baum gefesselt und wartet darauf, daß der Apfel gespalten wird. Ziel ist es tatsächlich den Apfel zu treffen und nicht Gessler zu töten, denn, so lautet es in der Anleitung, Gessler soll sich durch die ausgestandene Angst bessern. Eine sehr moralische Sichtweise, oder?

CROSSBOW - THE LEGEND OF WILLIAM TELL ist ein nicht allzu komplexes Action-Adventure. Recht schnell hat man alle Wälder durchstreift und alle Schlüssel, Waffen und wichtigen Dinge eingesammelt. Auch Gessler selber ist recht schnell geschbappt und zum Guten bekehrt. CROSSBOW - THE LEGEND OF WILLIAM TELL ist schnell vorbei. Die Abwechslung im Spiel selber ist aber auch nicht besonders groß. Wilhelm Tell kann nicht mehr als herumlaufen, Dinge einsammeln und seinen Gegnern eins auf die Nase hauen. Trotzdem für Fans solcher Spiele oder diejenigen die etwas leichte Unterhaltung suchen, wird genug geboten, denn die technische Umsetzung ist gar nicht mal so schlecht. Als musikalische Untermalung wird eine Variation von Rossinis Wilhelm Tell Ouvertüre geboten, die sogar auf dem Personal Computer richtig gut klingt. Die Grafik ist ebenfall nicht schlecht gezeichnet leider streckenweise etwas eintönig, am besten sieht CROSSBOW - THE LEGEND OF WILLIAM TELL auf dem Atari ST aus. Allerdings nur solange sich nichts auf dem Bildschirm bewegt. Die Animation wirkt sehr holprig. Auf Amiga und PC ist dies besser gelungen. Die Sound Effekte reichen von sehr gut bis miserabel, die Schritte in den Hütten und im Schloß hören sich recht realistisch an, so klingt das im Wald doch etwas komisch. Ich wußte gar nicht das Gras derart viel Lärm machen kann. Die Steuerung mit der Maus übe Icons oder mit der Tastatur ist etwas unglücklich geraten. Da wäre eine Joystick Lösung besser gewesen. Gerade die Waffenauswahl hätte besser gelöst werden können. Es dauert oft zu lange bis man kampfbereit ist und das kostet wiederum wertvolle Energie. Wie bereits gesagt ist CROSSBOW - THE LEGEND OF WILLIAM TELL sicherlich kein Überhammer, aber für etwas Spielspaß ist es gut genug.

 


Added:  Friday, April 09, 2004
Reviewer:  AJM/FTL
Score:
hits: 3584
System: Commodore Amiga